Polizeikontrollstelle
Vorwärts zur Natur! Anarchie!
   Suche Gruppen Themen Links Foren Bücher Start   
Themen
Kommentar
Anarchismus
Medien
Lyrik
Pressespiegel
USA / Imperialismus / "Globalisierung"
Militarismus
Wirtschaft
Tao Te Ching
Humor
Spiritualität
Arbeits-"leben"
BRD - Ein System im Niedergang
Der Zustand der Linken
Selbstorganisation
Mafia - Grundprinzip unserer Gesellschaft
Der neue Mensch
Bannwild und Freiwild
Ich hab' Mein Sach' auf Nichts gestellt
5 Stunden Woche

Mail: beni@anarchie.de

Jugendschutzbeauftragter:
B. Huber

Vorladungen bitte per Email
an obige Adresse - Danke.

Sie wollen mich anzeigen?
Wenden Sie sich an die
Staatsanwaltschaft München I
z. H. Herrn StA Beß
Linprunstrasse 25
80535 München
Tel. +89/5597-4829
Fax. +89/5597-5145

Sie wollen Anarchie.de finanziell unterstützen?
Bitte hier klicken um die Spende mit Paypal zu verschicken:

 Danke!

Session ID: -1
User -1
Name
ModHits: 1
Bauernaufstand blockiert die Hauptstadt La Paz

Hier ne nicht ganz neue meldung zum Bauernaufstand in Bolivien.

[ Quelle: http://www.npla.de/ poonal/ aktuell.html ]

Von Cecia Cortez

(La Paz, 5. Oktober 2000, alai-Poonal).- In Bolivien spitzen sich die Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und der landesweiten Streikbewegung zu. Alle Zufahrtsstrassen zur Hauptstadt La Paz sind von Bauern besetzt, der Verkehr und der gesamte Transport von landwirtschaftlichen Produkten ist unterbrochen. In der Hauptstadt gibt es erste Versorgungsengpässe. Mit Herkulesflugzeugen versucht die Luftwaffe

des Andenlandes, Lebensmittel nach La Paz zu bringen und über zwei Luftbrücken auch einen Notdienst für den Personenflugverkehr aufrecht zu

erhalten.

Die Proteste richten sich in ersten Linie gegen die Drogenpolitik von Präsident Hugo Banzer, der den Anbau von Kokapflanzen - die in den Anden

ein alltägliches Konsumprodukt sind, aber auch zur Herstellung von Kokain verwendet werden - unterbinden will. Die Bauern fürchten hierbei um ihre

Existenzgrundlage. An den Blockaden und Streiks beteiligen sich aber auch andere Bauern, Lehrer und vor allem die zahlreichen Indigenas, die unter

der neoliberalen Wirtschaftspolitik des Generals Hugo Banzer immer mehr verarmen. Sie fordern den Rücktritt des Präsident und früheren Diktators

Banzer.

Inzwischen verdichten sich Gerüchte, bald werde erneut der Ausnahmezustand ausgerufen. Dies geschah bereits im April dieses Jahres angesichts ähnlich heftiger Proteste. Für das Vorgehen der Militärs mit vielen Todesopfern erntete die Regierung damals heftige Kritik. Auch diesmal forderte Banzer die Streitkräfte auf, die Demonstrationen zu stoppen und die Zufahrtswege zu den Städten zu räumen.

Soldaten verhaften bereits die Anführer der streikenden Lehrer, deren Generalstreik in großen Teilen des Landes befolgt wird. In den Städten gehen Polizisten und Soldaten mit Knüppeln und Tränengas gegen die Demonstrationen vor, Schusswaffen kommen immer wieder zum Einsatz. Auch im Landesinnern verschärfen sich die Zusammenstösse zwischen Soldaten und Bauern. Elf Tote und mehrere hundert Verletzte sind bisher zu beklagen. Präsident Banzer kündigte an, die Schulen, an den gestreikt wird, kurzerhand zu schließen.

Derweil versuchen die katholische Kirche und die Ständige Menschenrechtskommission, den Konflikt durch Verhandlungen zu entschärfen. Zwar kamen Vertreter beider Seiten mehrfach zusammen, konnten aber bislang keine Einigung erzielen. Aufgrund des großen Drucks seitens der Opposition und der Gewerkschaften machte die Regierung Banzer erste Zugeständnisse.

Darunter auch das Angebot, auf den Bau von drei Militärbasen in Koka-Anbaugebiet zu verzichten. Dies war aber nur eine Forderung der Demonstranten, die sich für einen grundlegenden Politikwechsel, mehr Mitbestimmung und eine Entmachtung der korrupten Elite einsetzen. Auch fordern sie die Umsetzung der Vereinbarung vom April, aufgrund derer sie

damals ihre Proteste einstellten: Keine Privatisierung der Wasservorkommen in Bolivien und eine Überprüfung der Agrarreform.

Hauptstreitpunkt ist jedoch die Forderung der Koka-Pflanzer - in ihrer großen Mehrheit bäuerliche Kleinproduzenten - ein "cato", das ist ein 40

Quadratmeter großes Stück Land, pro Familie weiterhin zum Kokaanbau und damit zum Überleben behalten zu dürfen. Dies lehnt Banzer, der bis zum Ende seiner Amtszeit im August 2002 alle Kokapflanzungen vernichten will, rundum ab.

Dabei ist er sich der Unterstützung aus den USA gewiss, die den Kampf gegen Drogen vor allem in den Anbauländern intensivieren. Washington gab

der Regierung Banzer erneut Rückendeckung: Sie befinde sich "auf dem richtigen Weg" und könne auf ein neues finanzielles Hilfspaket hoffen. Auch der deutsche Botschafter in Bolivien, Joachim Kausch, erklärte diese Woche in La Paz, die internationale Gemeinschaft werde es nicht hinnehmen, wenn die Regierung dieser Forderung der Kokabauern nachgebe. 27.11.2001

anarchie.de

Kommentare
Zum selber kommentieren bitte hier Einloggen
Meldungen
Blättern:
1 .. 286 287 288 [289] 290 291 292 .. 348
27.11.2001
Düsseldorf: [Aufruf] 9.12. Freiheit stirbt mit Sicherheit - Gegen Rasterfahndung und Sicherheitswahn!
27.11.2001
Bauernaufstand blockiert die Hauptstadt La Paz
26.11.2001
Brüssel-Aachen-Berlin: Info-update (25.11.)
26.11.2001
Potsdam/ Brandenburg: Aufruf zur landesweiten Demo am 13.12.2001
26.11.2001
Wadern/ Saarland: Diffamierung von Abgeschobenen
26.11.2001
Berlin: Protest gegen Soldatendemo
26.11.2001
Europe: Info Nummer 5: EU-weiter StudentInnen- und SchülerInnenstreik
26.11.2001
Potsdam: 4. Dezember VA. zum: "Genetischer Fingerabdruck"
26.11.2001
Berlin: Demonstration Bernsdorf 9.12./Aufruf/Busse ab Berlin/Infoveranstaltung in B. 5.12.
26.11.2001
Essen: Erstes Ausschlussverfahren aus ver.di
25.11.2001
a-infos-de24 V1 #236
25.11.2001
Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen: Termine von left-action
25.11.2001
[LPA] (de) Berlin: Filmpremiere DER STILLE TOD ueber Isolationshaft
25.11.2001
(de) SCHUSSE AUF ANARCHOSYNDIKALISTISCHE SYMPATHISANTEN IN SAO PAULO, BRASILIEN
24.11.2001
(de) Aufruf zu einem internationalen SchulerInnen- und StudentInnenstreik gegen den Krieg in Afghanistan (en, fr)
24.11.2001
Aachen/ Berlin/ Brüssel: ----> smash capitalism°!°
24.11.2001
Gronau (bei Ahaus)/ NRW: Stell Dir vor, Urantransporte rollen, und niemand geht hin ....
24.11.2001
(de) gipfelsturm- rund-mail
23.11.2001
Kiel: 3. Prozesstag wegen TKDV und Landfriedensbruch
23.11.2001
Itzehoe: Berliner Totalverweigerer seit dem 3. November in Arrest
Blättern:
1 .. 286 287 288 [289] 290 291 292 .. 348