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US Interventionen von 1945 bis zur Gegenwart, ein kleiner Ausschnitt


Von William Blum

Die Triebfeder amerikanischer Außenpolitik war noch nie von irgendeiner Art von Moral bestimmt, stattdessen wurde sie von der Notwendigkeit bestimmt anderen Imperativen zu dienen, die folgendermaßen zusammengefasst werden können:

1. Die Welt für amerikanische Unternehmen sicher zu machen;

2. Die Bilanz von Waffenunternehmen in Amerika zu verbessern, die den Mitgliedern des Kongresses großzügig Geld gespendet haben;

3. Jede Art von Gesellschaft zu verhindern, die als erfolgreiches Beispiel für eine Alternative zum kapitalistischen Modell dienen könnte;

4. Die politische und wirtschaftliche Hegemonie so weit wie möglich über ein möglichst großes Gebiet zu erweitern, so wie es sich für eine "Großmacht" gehört;

Das alles in einem, angeblich moralischen Kreuzzug im Namen des Kampfes gegen eine bösen internationalen kommunistische Verschwörung. Von deren Existenz die "Kalten Krieger" und die amerikanische Bevölkerung fest überzeugt waren. Die aber tatsächlich niemals existierte, ob böse oder nicht.

Im Zeitraum seit 1945 führten die Vereinigten Staaten in mehr als 70 Ländern äußerst ernstzunehmende Interventionen durch. Einige davon waren die Folgenden:

China 1945-49: Die USA greifen in den Bürgerkrieg ein und stellen sich gegen die Kommunisten und auf die Seite von Chan Kai- Chek, obwohl ersterer ein viel engerer Verbündeter der Vereinigten Staaten im Weltkrieg gewesen war. Die USA benutzten besiegte japanische Soldaten die auf ihrer Seite zu kämpften. Die Kommunisten zwangen Chan 1945 dazu nach Taiwan zu fliehen.

Italien 1947-48: Die USA greifen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln in die Wahlen ein um die Kommunistische Partei davon abzuhalten legal und fair an die Macht zu gelangen. Diese Perversion der Demokratie wurde im Namen die "Demokratie in Italien zu erhalten" durchgeführt. Die Kommunisten verloren die Wahl. Für die nächsten Jahrzehnte fuhr die CIA damit fort, gemeinsam mit amerikanischen Unternehmen, in italienische Wahlen einzugreifen. Mehrere Hundertmillionen Dollar und eine Menge psychologische Kriegsführung flossen nach Italien um das Gespenst das in Europa spuckte zu vertreiben.

Griechenland 1947-49: Die USA greifen in den Bürgerkrieg ein und stellen sich auf die Seite der Neofaschisten gegen die griechische Linke, welche die Nazis mutig bekämpft hatte. Die Neofaschisten gewannen und installierten ein ultrabrutales Regime, für das die CIA eigens einen neuen Inlandsgeheimdienst (KYP) gründete. Bald schon führte die KYP all die netten Praktiken durch, die die Geheimpolizei überall durchführen, einschließlich systematischer Folter.

Philippinen 1945-53: Das US- Militär kämpfte gegen sozialistische Kräfte (Huks) während diese noch gegen die japanischen Invasoren kämpften. Nach dem Krieg machten die USA mit ihrem Kampf gegen die Huks weiter. Nachdem sie besiegt waren wurde eine Reihe von Marionetten als Präsidenten installiert, was dann in der Diktatur von Ferdinand Marcos gipfelte.

Süd Korea 1945-53: Nach dem zweiten Weltkrieg unterdrücken die Vereinigten Staaten die populären progressiven Kräfte zum Nutzen der Konservativen, die mit den Japanern kollaboriert hatten. Dies führte zu einer langen Ära von korrupten, reaktionären und brutalen Regierungen.

Albanien 1949-53: Die USA und Großbritannien versuchen erfolglos die kommunistische Regierung zu stürzen und eine neue Pro- Westliche Regierung einzusetzen, die hauptsächlich aus Monarchist und Leuten die mit italienischen Faschisten und den Nazis kollaboriert hatten bestanden hätte.

Deutschland 1950er: Die CIA startet eine weitreichende Kampagne von Sabotage, Terrorismus, schmutzigen Tricks und psychologischer Kriegsführung gegen die DDR. Dies war einer der Faktoren die zum Bau der Berliner Mauer 1961 führten.

Der Iran 1953: Ministerpräsident Mossadegh wird in einer Gemeinschaftsoperation der USA und Großbritannien gestürzt. Mossadegh war von einer großen Mehrheit des Parlamentes in sein Amt gewählt worden, aber er hatte den schicksalsschweren Fehler begangen an der Spitze einer Bewegung zu stehen, die einzige im Iran funktionierende und in britischem Eigentum befindliche Ölgesellschaft zu verstaatlichen. Der Putsch stellte die absolute Macht des Shah´s wieder her und leitete einen Periode von 25 Jahren Unterdrückung und Folter ein, während die Erdölindustrie wieder in ausländischen Besitz überging: Großbritannien und die USA jeweils 40 Prozent, andere Nationen 20 Prozent.

Guatemala 1953-1990: Ein von der CIA organisierter Putsch stürzt die demokratisch gewählte und progressive Regierung von Jacobo Arbenz und leitet eine 40 Jährige Periode von Todesschwadronen, Folter, Verschwindenlassen, Massenhinrichtungen, und unvorstellbarer Grausamkeit ein. Mit insgesamt weit über 100,000 Opfern unbestritten eines der unmenschlichsten Kapitel des 20. Jahrhunderts. Arbenz hatte die US Firma United Fruit Company verstaatlicht, die sehr enge Beziehungen zur amerikanischen Staatsmacht hatte. Als Rechtfertigung für den Putsch erklärte Washington, dass Guatemala kurz vor einer sowjetischen Übernahme gestanden hätte, obwohl die Russen so wenig Interesse am Land hatten dass sie nicht einmal diplomatische Beziehungen aufrecht erhielten. Das wirkliche Problem in den Augen Washingtons war, zusätzlich zu United Fruit, die Gefahr der Ausbreitung von Guatemalas Sozialdemokratie auf anderen Ländern in Lateiniamerika.

Naher Osten 1956-58: Die Eisenhower- Doktrin besagte, dass die Vereinigten Staaten in jedem Land im nahen Osten "darauf vorbereitet sind bewaffnete Streitkraft zur Unterstützung einzusetzen, das um Hilfe gegen bewaffnete Aggression bittet oder das vom internationalen Kommunismus kontrolliert wird". Die englische Übersetzung davon war, dass es niemand wagen durfte eine dominierende Stellung einzunehmen, oder übermäßigen Einfluss über den nahen Osten und seine Ölfelder zu erlangen, außer den Vereinigten Staaten. Und das jeder der dies versuchen würde per Definition ein "Kommunist" wäre. Bei der Umsetzung dieser Doktrin, versuchten die Vereinigten Staaten zweimal die syrische Regierung zu stürzen, inszenierten einige Kraftdemonstrationen im Mittelmeer um die Bewegungen einzuschüchtern die sich den US- unterstützte Regierungen in Jordanien und im Libanon wiedersetzen. Eine 14.000 Mann starke Truppen landete im Libanon und versuchten Nasser von Ägypten und seinen lästigen Mittlerer Osten Nationalismus zu stürzen oder zu ermorden.

Indonesien 1957-58: Suharto war -- genau wie Nasser -- die Art von Führer der Dritten Welt, an dem die Vereinigten Staaten nicht festhalten könnten. Er nahm seine neutrale Stellung im Kalten Krieg ernst und machte Reisen in die Sowjetunion und nach China (genauso wie ins Weiße Haus). Er verstaatlichte viele Private Gesellschaften der Niederländer, der früheren Kolonialmacht. Er weigerte sich, scharf gegen die indonesische Kommunistische Partei vorzugehen, die den legalen, friedlichen Weg ging und beeindruckende Zunahmen bei den Wahlen machte. Diese Art von Politik konnte leicht anderen Führern der Dritten Welt "falsche Ideen" vermitteln. Also begann die CIA damit Geld in die Wahlen zu werfen und zu Suhartos Mord anzustiften. Sie versuchten ihn mit einem gefälschten Sexfilm zu erpressen und beteiligten sich an Truppen oppositioneller Militäroffiziere um einen totalen Krieg gegen die Regierung zu führen. Suharto überlebte all dies.

Britisch Guiana / Guyana, 1953-64: Für 11 Jahre unternahmen, zwei der ältesten Demokratien der Welt, Großbritannien und den Vereinigten Staaten, große Anstrengungen um einen demokratisch gewählten Führer davon abzuhalten, sein Amt einzunehmen. Cheddi Jagan war ein weiterer Führer der Dritten Welt der versuchte neutral und unabhängig zu bleiben. Er wurde drei Mal gewählt. Obwohl er ein Sozialist war -- mehr so als Suharto oder Arbenz -- war seine Politik im Amt nicht revolutionär. Aber er war immer noch ein gebranntes Kind, da er Washingtons größte Angst darstellte: eine Gesellschaft zu schaffen, die ein erfolgreiches Beispiel einer Alternative zu dem kapitalistischen Modell sein könnte. Sie nutzen eine große Vielfalt von Taktiken -- von Generalstreiks und Desinformation bis hin zu Terrorismus. 1964 zwangen die USA und Großbritannien Jagan aus dem Amt. John F. Kennedy hatte eine direkte Order für seine Absetzung gegeben, genauso wie es Eisenhower vermutlich auch getan hätte.

Unter Jagan eines der bessergestellten Länder in der Region, wurde Guyana in den 80ern zu einem des ärmsten. Seine Hauptexportware wurden Menschen.

Vietnam, 1950-73: Der heikle Abhang begann mit der Parteinahme für die Franzosen, den früheren Kolonialherren und Kollaborateuren mit dem Japanern. Gegen Ho Chi Minh und seine Anhänger, die eng mit den Alliierten im Krieg zusammengearbeitet hatte und die alle amerikanischen Dinge bewunderten. Ho Chi Minh war trotz alledem so etwas wie ein Kommunist. Er hatte zahlreiche Briefe an Präsidenten Truman geschrieben und das Außenministerium um amerikanische Hilfe gebeten um die vietnamesische Unabhängigkeit von Frankreich zu gewinnen und eine friedliche Lösung für sein Land zu finden. All sein Flehen wurden ignoriert. Da er so etwas wie ein Kommunisten war. Ho Chi Minh verfasste die neue vietnamesische Unabhängigkeitserklärung basierend auf der amerikanischen, beginnend mit "alle Menschen sind gleich. Sie werden von ihrem Schöpfer ausgestattet mit..." Aber dies hatte für Washington keine Bedeutung. Ho Chi Minh war so etwas wie ein Kommunist.

Dreiundzwanzig Jahre, und mehr als eine Million Tote später, zogen die Vereinigten Staaten ihre militärischen Kräfte aus Vietnam ab. Die meisten Leute sagen, die USA hätten den Krieg verloren. Aber indem sie Vietnam in seinem Kern zerstört hatten und die Erde und Gene von Generationen vergiftet hatten, hatte Washington seinen Hauptzweck in Wirklichkeit erreicht: das mögliche Aufkommen einer guten Entwicklungsmöglichkeit für Asien zu verhindern. Ho Chi Minh war so etwas wie ein Kommunist.

Kambodscha 1955-73: Prinz Sihanouk war ein weiterer Führer, der kein amerikanischer Klientenstaat sein wollte. Nach vielen Jahren der Feindseligkeit gegen sein Regime, einschließlich Mordversuchen und der berüchtigten, geheimen Nixon / Kissinger "Flächenbombardements" von 1969 bis 1970, stürzte Washington Sihanouk 1970 in einem Putsch. Das war alles was benötigt wurde, um Pol Pot und seine Rote Khmer dazu zu bewegen sich in den Kampf einzumischen. Fünf Jahre später übernahmen sie Macht. Aber fünf Jahre der amerikanischer Bombardierung hatten Kambodschas traditionelle Wirtschaft verschwinden lassen. Das alte Kambodscha wurde für immer zerstört.

Unglaublich, dass die Rote Khmer dem ohnehin schon zerstörten Land noch größeres Elend zufügen konnten. Um die Ironie auf die Spitze zu treiben, unterstützten die Vereinigten Staaten Pol Pot, militärisch und diplomatisch, nach ihrer Niederlage gegen die Vietnamesen.

Kongo / Zaire 1960-65: Im Juni 1960 wurde Patrice Lumumba erster Ministerpräsident des Kongo nach der Unabhängigkeit von Belgien. Aber Belgien behielt seinen riesigen Reichtum an Bodenschätzen in der Katanga- Provinz. Prominente Offizielle aus der Eisenhower- Administration hatten finanzielle Verbindungen zum selben Reichtum. Lumumba hielt während der Zeremonien zum Unabhängigkeitstag vor einer Reihe von ausländischen Würdenträgern eine Rede, die sowohl eine wirtschaftliche als auch politische Befreiung forderte und in der er eine Liste von Ungerechtigkeiten aufführte, die von den weißen Besitzern des Landes begangen worden waren. Der arme Mann war offensichtlich ein "Kommunist". Der Arme Mann war offensichtlich verdammt.

Elf Tage später, wurde die Katanga- Provinz unabhängig, im September wurde Lumumba durch Anstiftung der Vereinigten Staaten vom Präsidenten entlassen und im Januar 1961 auf ausdrücklichen Bitte von Dwight Eisenhower ermordet. Es folgten mehrere Jahre Bürgerkrieg, Chaos und ein Anstieg der Macht von Mobutu Sese Seko, ein Mann der für die CIA kein Unbekannter war. Mobutu beherrschte das Land für mehr als 30 Jahre, mit einem Ausmaß an Korruption und Grausamkeit, die sogar seine CIA- Führer schockierte. Die zairischen Menschen lebten trotz des unglaublichen natürlichen Reichtums ihres Landes in bitterster Armut, während Mobutu zu einen Multimilliardär wurde.

Brasilien 1961-64: Präsident Joao Goulart war der üblichen Verbrechen schuldig: Er bezog ein unabhängige Position in der Außenpolitik, setzte die Beziehungen zu sozialistischen Ländern fort und stellte sich gegen die Sanktionen Kubas; seine Administration verabschiedete ein Gesetz welches die Menge des Profites begrenzte, die multinationale Firmen ins Ausland transferieren konnten und eine Tochtergesellschaft der ITT wurde verstaatlicht. Er sprach sich für wirtschaftliche und gesellschaftliche Reformen aus. Anwalts- General Robert Kennedy war über Goulart beunruhigt, weil er "Kommunisten" erlaubte Positionen in der Regierung zu bekleiden. Dennoch war der Mann noch kein Radikaler. Er war ein Millionär, Großgrundbesitzer und ein Katholik, der die Medaille der Jungfrau um seinen Hals trug. Das war allerdings nicht genug um ihn zu retten. 1964 wurde er in einem Militärputsch gestürzt, der eine tiefe versteckte amerikanische Verwicklung hatte. Der offizielle Kommentar Washingtons war... ja, es ist bedauerlich dass die Demokratie in Brasilien gestürzt wurde... aber das Land wurde immerhin vor dem Kommunismus gerettet.

Die nächsten 15 Jahre hatte alle Merkmale einer Militärdiktatur für die Lateinamerika berühmt und berüchtigt ist: der Kongress wurde ausgeschaltet, politische Opposition wurde soweit reduziert das man von deren Auslöschung sprechen kann, Gesetze zum Schutz der persönlichen Freiheit für "politische Verbrechen" wurde außer Kraft gesetzt, Kritik am Präsidenten wurde vom Gesetz verboten, Gewerkschaften wurden von Regierungsleuten übernommen, aufkommende Proteste wurden von Polizei und Militär durch Schüsse in die Menge beantwortet, die Häuser der Bauern wurden abgebrannt, Priester wurden brutal behandelt... Verschwindenlassen, Todesschwadrone, ein enormes Ausmaß von Folter... Die Regierung hatte ein Name für ihr Programm: die "moralische Rehabilitation" Brasiliens.

Washington war sehr zufrieden. Brasilien brach die Beziehungen zu Kuba ab und wurde zu einem der zuverlässigsten Verbündeten der Vereinigten Staaten in Lateinamerika.

Dominikanische Republik, 1963-66: Im Februar 1963 trat Juan Bosch das Amt als erster demokratisch gewählter Präsident der Dominikanische Republik seit 1924 an. Hier war endlich der liberaler Anti-Kommunist John F. Kennedys, welcher der Anschuldigung widersprach, dass die USA nur Militärdiktaturen unterstützen. Boschs Regierung sollte die lange gesuchte "Vitrine der Demokratie" sein, die Fidel Castro der Lüge überführen würde. Bevor er sein Amt antrat wurde er mit großen Ehren in Washington empfangen.

Bosch blieb seinem Glauben treu. Er forderte eine Landreform, Häuser mit niedriger Miete, bescheidene Verstaatlichung von Unternehmen. Auslandsinvestition stellten sicher, dass er das Land nicht übermäßig ausgenutzt wurde; sowie weitere Punkte die jeder liberaler Führer der Dritten Welt machen würde um ernsthaft einen sozialen Wandel herbeizuführen. Er nahm das was man die bürgerliche Freiheiten nennt genauso ernst: Kommunisten, oder jene als solche etikettierten, durften nicht verfolgt werden außer wenn sie gegen das Gesetz verstießen.

Ein Teil der amerikanischen Beamten und Kongressabgeordnete drückten ihr Missbehagen über Boschs Pläne und seine Haltung zur Unabhängigkeit von den Vereinigten Staaten aus. Die Land-Reform und Verstaatlichung sind immer heikle Angelegenheiten in Washington, dass ist der Stoff aus dem der "schleichende Sozialismus" gemacht wird. In einigen Teilen der US - Presse war Bosch ein roter Bauernfänger.

Im September marschierten das Militär ein. Bosch wurde gestürzt. Die Vereinigten Staaten, die einen militärischen Putsch in Lateinamerika mit einem Stirnrunzel hätten verhindern könnten, taten nichts.

Neunzehn Monate später brach ein Aufstand aus, der versprach den verbannten Bosch wieder an die Macht zu bringen. Die Vereinigten Staaten sandten eine 23.000 Mann starke Truppe, die dabei behilflich war den Aufstand niederzuschlagen.

Kuba 1959 bis heute: Fidel Castro kam Anfang 1959 an die Macht. Auf der Nationalen Sicherheitsratssitzung vom 10 März 1959 war einer der Tagesordnungspunkte die Durchführbarkeit "eine anderen Regierung dazu zu bringen, in Kuba die Macht zu übernehmen". Es folgten 40 Jahre terroristischer Angriffe, Bombadierungen, militärischer Invasionen, Sanktionen, Isolation, Morde ... Kuba hatte die unverzeihliche Revolution hinter sich gebracht, die sehr ernsten Bedrohung ein "gutes Beispiel" für Lateinamerika zu sein.

Der traurigste Teil der Geschichte ist, dass die Welt niemals erfahren wird, was für eine Art von Gesellschaft Kuba hätte werden können, hätte man sie in Ruhe gelassen. Wenn nicht ständig unter Beschuss und der Bedrohung einer Invasion ausgesetzt. Wenn es ihnen erlaubt gewesen wäre sich auf die Leitung zu Hause zu konzentrieren. Der Idealismus, die Vision, das Talent, der Internationalismus, alles war vorhanden. Aber wir werden es niemals erfahren. Und das war natürlich auch die Intention.

Indonesien 1965: Eine komplexe Serie von Ereignissen die an verschiedenen Punkten amerikanische Fingerabdrücke tragen. Einschließlich eines Putschversuches, eines Gegenputsches und eines Gegen-Gegen-Gegen-Putsches die in dem Verlust der Macht sowohl Suhartos als auch der seines Ersatzes, durch einen Militärputsch von General Suharto angeführt, gipfelten. Das Massaker, das sofort begann - -- an Kommunisten, Sympathisanten von Kommunisten, als Kommunisten verdächtigter, als kommunistische Sympathisanten verdächtigter, und auch aller anderen -- wurde von der New- York Times "eine der grausamsten Massenabschlachtungen der moderner politischer Geschichte" bezeichnet. Die Schätzungen der während der paar Jahre getöteten Zahl fangen bei einer halben Million an und gehen bis weit über eine Million.

Später wurde bekannt, dass die US- Botschaft Listen von "kommunistischen" Arbeitern zusammengestellt hatte, vom Staffelnführer bis runter zu den Dorfkadern. Ungefähr 5.000 Namen die sie der Armee übergaben, die dann jene Personen verfolgte und sie ermordete. Die Amerikaner haben dann die Namen derer abhakt, die getötet oder gefangengenommen worden waren. Ein US Diplomat sagte: "Es war wirklich toll der Armee zu helfen. Sie haben wahrscheinlich sehr viele Leute getötet, und ich habe wahrscheinlich eine Menge Blut an meinen Händen. Aber das ist nicht so schlimm, es gibt Zeiten in denen man im entscheidenden Moment harte Entscheidungen treffen muss."

Chile, 1964-73: Salvador Allende war das schlimmste mögliche Szenario für einen US- Imperialisten. Er könnte sich nur eine Sache vorstellen die schlimmer ist, als ein Marxist an der Macht: einen gewählten Marxisten an der Macht, der die Verfassung ehrte und immer populärer wurde. Dies erschütterte die Grundfesten auf denen der antikommunistische Turm gebaut wurde: die Doktrin die sorgfältig über Jahrzehnte hinweg entwickelt wurde, dass die "Kommunisten" die Macht nur durch Gewalt und Betrug übernehmen können und das sie diese Macht nur durch Terror und Gehirnwäsche behalten können.

Nachdem man Allendes Wahlkampf 1964 sabotierte und nachdem man 1970 genauso wie beim ersten Mal trotz großer Anstrengungen scheiterte, hinterließen die CIA und der Rest der amerikanischen Außenpolitikmaschine keinen Stein in ihrem Versuch nicht umgedreht um die Allende-Regierung über den nächsten drei Jahren zu destabilisieren, indem sie dem Aufbau feindlichen Militärs besondere Aufmerksamkeit schenkten. Schließlich stürzte im September 1973 das Militär die Regierung, Allende starb währenddessen.

Dafür wurde das Land eine Woche lang von der Außenwelt abgeschottet während die Panzer rollten und die Soldaten Türen eintraten; das Spektrum ging bis hin zu Exekutionen und entlang der Straßen aufgehäuften Körpern die in die Flüsse geworfen wurden; die Folterzentren öffneten sich für ihre Geschäfte; die umstürzlerischen Bücher wurden in die Freudenfeuern geworfen; Soldaten schlitzen die Hosenbeine von Frauen auf während sie riefen, dass Frauen "In Chile Kleider tragen!". Die Armen kehrten zu ihrem Normalzustand zurück und die Herren der Welt in Washington und in den Hallen der internationalen Finanzen öffneten ihre Checkbücher. Am Ende wurden mehr als 3,000 exekutiert, Tausende wurden gefolterte oder verschwanden.

Griechenland 1964-74: Der Militärputsch fand im April 1967 statt, genau zwei Tage vor Beginn des Wahlkampfes. Alles deutete darauf hin, dass die Wahlen den erfahrenen liberalen Führer George Papandreou als Ministerpräsident bestätigen würden. Papandreou wurde im Februar 1964 mit der größten absoluten Mehrheit in der Geschichte der modernen griechischen Wahlen gewählt. Die erfolgreichen Machenschaften ihn des Amtes zu entheben begannen sofort mit einer Gemeinschaftsarbeit vom Königshof, dem griechischen sowie dem amerikanischen Militär und der CIA die in Griechenland stationiert waren. Dem Putsch von 1967 folgten sofort das traditionellen Standrecht, Zensur, Verhaftungen, Prügel, Folter und Ermordungen; die Zahl der Opfer belief sich auf ungefähr 8.000 im ersten Monat. Dies wurde von der traditionellen Erklärung begleitet, dass dies alles getan wurde um die Nation von einer "kommunistischen Übernahme zu retten". Verdorbene und subversive Einflüsse in griechischem Leben wurden entfernt. Darunter waren Miniröcke, langes Haar und ausländische Zeitungen; Kirchenanwesenheit für junge Mensche war obligatorisch.

Es war die Folter die den siebenjährigen griechischen Alptraum am deutlichsten markierte. James Becket, ein amerikanischer Anwalt der von amnesty international nach Griechenland gesandt wurde, schrieb im Dezember 1969, dass die Anzahl der gefolterten Menschen "einer konservative Schätzung nach nicht weniger als zweitausend ergeben würden", normalerweise auf die am grauenhaftesten Arten, oft mit von den Vereinigten Staaten gelieferter Ausstattung.

Becket berichtete das Folgende:

Hunderte von Häftlingen haben die kurze Rede von Inspektor Basil Lambrou gehört, der hinter seinem Schreibtisch sitzt, der die rot- weiße und blaue schüttelnde Hand von American Aid ausstellt. Er versucht den Häftling die absolute Zwecklosigkeit von Widerstand zu vermitteln: "Sie machen sich lächerlich wenn Sie glauben, dass sie irgendetwas tun können. Die Welt ist in zwei Teile aufgeteilt. Es gibt Kommunisten auf der Seite und auf dieser Seite die freie Welt. Die Russen und die Amerikaner, keiner sonst. Was sind wir? Amerikaner. Hinter mir steht die Regierung, hinter der Regierung steht die NATO, hinter der NATO steht die USA. Ihr könnt uns nicht bekämpfen, wir sind Amerikaner."

George Papandreou war kein Radikaler. Er war ein liberaler Antikommunist. Aber sein Sohn Andreas, sein Erbe der nur ein wenig weiter links als sein Vater stand und seinen Wunsch nicht verschleiert hatte, Griechenland aus dem kalten Krieg rauszuhalten und der das verbleiben in der NATO in Frage stellte, oder zumindest den Status als Satellit der Vereinigten Staaten hinterfragte.

Osttimor, 1975 bis heute:

Im Dezember 1975 fiel Indonesien in Osttimor ein, das am östlichen Ende des indonesischen Archipels liegt und das seine Unabhängigkeit erklärt hatte, nachdem Portugal die Kontrolle aufgegeben hatte. Der Invasion begann einen Tag nachdem US - -Präsidenten Gerald Ford und Außenminister Henry Kissinger Indonesien verlassen hatten und nachdem sie Suharto die Erlaubnis erteilt hatten amerikanische Waffen zu benutzen, die nach US Gesetz nicht für Aggression benutzen werden dürfen. Indonesien war Washingtons wertvollstes Werkzeug in Südostasien.

amnesty international schätzt, dass indonesische Truppen 1989, mit dem Ziel Osttimor gewaltsam zu annektieren, 200.000 Menschen aus einer Bevölkerung von 600.000 - 700.000 getötet hatten. Die Vereinigten Staaten haben den Indonesischen Anspruch auf Osttimor (im Gegensatz zu dem UN und der EU) durchgehend unterstützt und die Abschlachtungen auf ein bemerkenswertes Level runtergespielt. Zur gleichen Zeit wurde Indonesien mit aller militärischen Ausrüstung und Ausbildung versorgt, die es brauchte um die Aufgaben zu bewältigen.

Nicaragua 1978-89: Als die Sandinisten 1978 die Somoza- Diktatur stürzten, war Washington klar das die Sadinisten jene lange gefürchtete Bestie sein könnten: "ein weiteres Kuba". Unter Präsidenten Carter nahmen die Versuche die Revolution zu sabotieren diplomatische und wirtschaftliche Formen an. Unter Reagan war Gewalt die Methode der Wahl. Für acht schrecklich lange Jahre waren die Menschen in Nicaragua dem Angriff Washingtons Stellvertreterarmee, den Contras aus Somozas bösartigem Nationalen Wachmännern gebildet und anderen Anhängern des Diktators ausgesetzt. Es war der totale Krieg, mit dem Ziel die progressiven gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Programme der Regierung zu zerstören. Schulen und medizinische Kliniken wurden niedergebrannt, Vergewaltigung, Folterung, die Verminung von Häfen, Bombadierungen und Angriffe von Tieffliegern. Das waren Ronald Reagans "Freiheitskämpfer". Es gab keine Revolution in Nicaragua.

Grenada 1979-84:

Was würde die mächtigste Nation der Welt antreiben in ein Land mit einhundertzehntausend Einwohnern einzufallen? Maurice Bishop und seine Anhänger waren 1979 in einem Putsch and die Macht gekommen und angesichts ihrer Politik waren sie nicht annähernd so revolutionär wie Castro. Washington wurde wieder von seiner Angst "eines weiteren Kubas" getrieben, besonders als öffentliche Erscheinungen von den grenadischen Führern die mit Führern anderer Länder in der Region die mit großer Begeisterung zusammentrafen.

Die US Destabilisierungstaktik gegen die Bischof Regierung begann sofort nach dem Putsch und ging bis 1983 weiter, einschließlich zahlreicher Akte von Falschinformation und schmutzigen Tricks. Die amerikanische Invasion im Oktober 1983 traf auf minimalem Widerstand, obwohl die USA Verluste von 135 Menschen die getötet oder verwundeten wurden zu beklagen hatten. Außerdem gab es noch 400 grenadische Verluste, und 84 Kubaner, hauptsächlich Arbeiter. Jeder denkbare menschliche Zweck, für den diese Leute starben, ist nie enthüllt worden.

Ende 1984 wurde eine fragwürdige Wahl abgehalten die von einem von der Reagan- Administration unterstützten Mann gewonnen wurde. Ein Jahr später, berichtete die human rights organisation, dass Grenadas neue von den USA trainierte Polizei und Antiterroreinheiten sich einen Ruf für ihre Brutalität, ihre willkürliche Verhaftungen und Amtsmissbrauch erworben haben und die bürgerliche Rechte aushöhlen würden.

Im April 1989 gab die Regierung eine Liste von mehr als 80 Büchern heraus, deren Import verboten wurde. Vier Monate später suspendierte der Ministerpräsident das Parlament um der Bedrohung eines nicht- betätigenden Votums des Parlaments zuvorzukommen, was darin endete was seine Kritiker "einen zunehmend autoritären Stil nannten".

Libyen 1981-89: Libyen weigerte sich eine korrekter Klientenstaat von Washington im Nahen Osten zu sein. Sein Führer, Muammar el-Gaddafi, war dreist. Er musste bestraft werden. US Flugzeuge schossen zwei lybische Flugzeuge ab, in dem was Libyen als seinen Luftraum betrachtete. Bei Bombenangriffen der USA wurden mindestens 40 Leute einschließlich Gaddafis Tochter getötet. Es gab andere Versuche den Mann zu ermorden, Operationen um ihn in einer größten Desinformationskampagnen zu stürzen, sowie wirtschaftliche Sanktionen wegen des Attentates auf die Pan Am 103 ohne irgendeinen vernünftigen Beweis zu haben.

Panama, 1989: Washingtons verrückte Bomber schlagen wieder zu. Im Dezember 1989, wird eine großes Mietskasernensiedlung in Panama ausgelöscht und hinterlässt 15.000 Menschen obdachlos. Nachdem die Kämpfe gegen die panamaische Kräfte einige Tage dauerten war die offizielle Zahl der Todesopfer ungefähr 500, zumindest das was die USA und die neue US- installierte panamaische Regierung zugaben; andere Quellen, mit keiner geringeren Beweisen bestanden darauf, dass Tausende gestorben waren und ungefähr 3.000 verwundet wurden. Dreiundzwanzig Amerikaner tot, 324 verwundete.

Die Frage eines Reporter: "War es das wirklich Wert die Menschen dafür in den Tod zu schicken? Nur um Noriega zu kriegen?"

George Bush: Jedes Menschenleben ist kostbar und dennoch muss ich mit ja antworten, es ist es Wert gewesen.

Manuel Noriega war jahrelang ein amerikanischer Verbündeter und Informant gewesen, bis er länger lebte als er nützlich war. Aber das war nicht das einzige Motiv für den Angriff. Bush wollte ein klares Signal an die Menschen von Nicaragua senden, die zwei Monate später eine Wahl geplant hatten: das dies ihr Schicksal sein könnte, wenn sie die Sandinisten wiederwählten. Bush wollte außerdem seine militärischen Muskel spielen lassen um dem Kongress den Bedarf für eine große gefechtsbereite Armee sogar nach der sehr jüngste Auflösung der "sowjetischen Bedrohung“ illustrieren. Die offizielle Erklärung für die amerikanische Absetzung Noriegas waren der Drogenhandel, von dem Washington jahrelang gewusst hatte und der sie auch nie gestört hatte.

Irak 1990er: Unerbitterliche Bombardierungen für mehr als 40 Tage und Nächte, gegen eines der am meisten entwickelten Nationen im Nahen Osten, Vernichtung der uralten und moderne Hauptstadt; 177 Millionen Pfund an Bomben, die auf die Menschen im Irak fielen, der konzentrierteste Luftangriff in der Geschichte der Welt; abgereicherte Uranwaffen, die die Menschen verbrennen und Krebs verursachen; Sprengung chemischer und biologischer Waffendepots und Öleinrichtungen; Vergiftung der Atmosphäre zu einem Grad der vielleicht niemals irgendwo erreicht wurde; Soldaten absichtlich lebendig begraben; Zerstörung der Infrastruktur, mit einer schrecklichen Wirkung auf die Gesundheit; die Sanktionen gingen bis zum heutigen Tag weiter und vervielfachen die Gesundheitsprobleme Tag für Tag; wahrscheinlich eine Million Kinder sind inzwischen von all dem gestorben und sogar noch mehr Erwachsenen.

Irak war unter den arabischen Staaten die stärkste militärische Macht. Dies kann ihr Verbrechen gewesen sein. Noam Chomsky hat geschrieben: "Es war die vorrauseilende Doktrin der US Außenpolitik seit den 40er Jahren, dass die riesigen und einmaligen Energieressourcen der Golf- Region nur von den Vereinigten Staaten und seinen Klienten dominiert werden dürfen und was entscheidend ist, dass keiner unabhängigen, einheimischen Macht erlaubt werden darf einen substantiellen Einfluss auf der Verwaltung der Ölförderung und Ölproduktion zu haben.

Afghanistan 1979-92: Jeder weiß von der unglaublichen Unterdrückung von Frauen in Afghanistan, die von islamischen Fundamentalisten sogar vor der Taliban herrschten. Aber wie viele Leute wissen, dass Afghanistan während der späten 70er und einem Großteil der 80er eine Regierung hatte die dazu verpflichtete, die unglaublich rückwärtsgerichtete Nation in das 20. Jahrhundert zu bringen, einschließlich der Gleichberechtigung von Frauen? Was allerdings geschah ist, dass die Vereinigten Staaten Milliarden von Dollar in einen schrecklichen Krieg gegen diese Regierung pumpten, nur weil sie von der Sowjetunion unterstützt wurde. Davor hatten CIA- Operationen wissentlich die Wahrscheinlichkeit eines Sowjetischen Eingreifens vergrößert, was dann auch eintrat. Am Ende gewannen die Vereinigten Staaten und die Frauen und der Rest von Afghanistan verloren. Mehr als eine Million Tote, drei Millionen behindert, fünf Millionen Flüchtlinge, insgesamt ungefähr die Hälfte der Bevölkerung.

El Salvador, 1980-92: El Salvadors Dissidenten versuchten, innerhalb des Systems zu arbeiten. Aber mit US- Unterstützung wird das unmöglich gemacht. Unter der wiederholten Benutzung von Wahlbetrug und der Ermordung Hundertausender Protestierender und Streikenden. 1980 wählten die Dissidenten dann die Waffe und den Bürgerkrieg.

Offiziell wurde die US- Militärpräsens in El Salvador auf eine beratende Funktion beschränkt. In Wirklichkeit spielten Militär und CIA- Personal eine weit aktivere Rolle auf einer kontinuierliche Grundlage. Ungefähr 20 Amerikaner wurden in Hubschrauber- und Flugzeugabstürzen getötet oder verwundet, während sie Aufklärungs- oder andere Missionen über den Gefechtsgebieten flogen und erhebliche Beweise ans Tageslicht lieferten das die USA ebenso am Boden kämpften. Der Krieg kam 1992 zu einem offiziellen Ende; 75.000 Tote Zivilisten und ein um sechs Milliarden Dollar ärmeres US Finanzministerium. Bedeutungsvolle gesellschaftliche Änderungen sind umfangreich verhindert worden. Eine Handvoll Wohlhabender besitzen das Land und die Armen verbleiben in ihrer Lage, und Dissidenten müssen sich immer noch vor rechten Todesschwadronen fürchten.

Haiti, 1987-94: Die U.S.A. unterstützen die Duvalier- Familiendiktatur für 30 Jahre und bekämpften dann den reformistischen Priester, Jean-Bertrand Aristide. Inzwischen arbeitete das CIA intim mit Todeschwadronen, Folterknechten und Drogenhändlern zusammen. Vor diesem Hintergrund fand sich Clinton in der unangenehmen Lage wieder, vortäuschen zu müssen -- wegen all ihrer Rhetorik über "Demokratie" - -- dass sie Aristides Rückkehr in Haiti unterstützten, nachdem er 1991 von einem Militärputsch gestürzt worden war. Nachdem sich seine Rückkehr für mehr als zwei Jahre verzögert hatte, ließ Washington Aristide in sein Amt zurück, aber erst nachdem man den Priester verpflichtet hatte, dass er dem Armen nicht auf Kosten der Reichen helfen würde und das er sich strikt an die Regeln der Freien Marktwirtschaft halten würde. Was bedeutete, dass Haiti damit weiter macht das Montagewerk der Westlichen Hemisphäre zu sein, mit seinen Arbeiter die sprichwörtlich einen Hungerlohn erhalten.

Jugoslawien, 1999: Die Vereinigten Staaten bomben das Land zurück in die Steinzeit. Sie versuchen der Welt glauben zu machen, dass ihr Eingreifen nur von "humanitären" Impulsen motiviert wird. Vielleicht kann die obige Geschichte der US Interventionen dabei behilflich sein um zu entscheiden wie viel Gewicht man diesem Anspruch beimessen sollte.

Orginalartikel: http://www.zmag.org/ ZMag/ articles/ blum.htm

William Blum verließ das Außenministerium 1967 und gab, wegen seinem Widerstand zu dem was die Vereinigten Staaten in Vietnam taten, sein Ziel auf Beamter im Auslandsdienst zu werden. Er wurde einer der Gründer und Redakteure der Washington Free Press, der ersten "alternativen" Zeitung in der Hauptstadt.

1969 schrieb und veröffentlichte er eine Aufdeckung über die CIA, welche die Namen und Adressen von mehr als 200 Angestellten der CIA enthüllten. William Blum war freier Journalist in den Vereinigten Staaten, Europa und Südamerika. Sein Aufenthalt in Chile von 1972 bis 1973, in dem er über das "sozialistischen Experiment" der Allende- Regierung und seinen tragischen Umsturz in einem CIA- gesteuerten Putsch schrieb, führten zu einer persönlichen Beteiligung und einem sogar noch erhöhterem Interesse an dem, was seine Regierung in verschiedenen Teilen der Welt tat.

Mitte der 70er, arbeitete er in London mit dem früherem CIA- Offizier Philip Agee und seinen Kollegen an deren Projekt CIA- Personal und ihren Missetaten zu entlarfen.

In den späten 80ern unterrichtete William Blum und ging seiner Karriere als Drehbuchautor nach. Leider hatten seine Drehbücher alles zwei (wenn nicht drei) Angriffe gegen Hollywood, weil sie sich mit jenem Ding befassten, das erwachsene Männer in Hollywood zum schreien bringt: Ideen und Werte.

William Blum wohnt zur Zeit wieder in Washington, DC wo er die Bibliothek des Kongresses und das Nationalarchiv benutzt, um Angst in die Herzen der Imperialisten der US Regierung zu bringen. Blum unterhält seine eigene Website und unterhält auch den Außenpolitik Teil des ZNets.

Übersetzung von Timo Stollenwerk

http://hfiedler.covers.de/ blum_interventionen.htm

Artikel hier erfasst: 24.04.2002

Kommentare
09.09.2002 Elmar Witting: schön und gut
Hallo allerseits,

vordergründig könnte mensch dem inhalt des oben stehenden artikels wohl mehr oder weniger vorbehaltlos zustimmen. ich frage mich allerdings doch, was wirklich die usa vom rest der staaten dieser welt großartig unterscheidet. ist es tatsächlich so eine art "staatscharakter", der hier besonders "imperialistisch" ausgeprägt ist, oder ist es einfach die tatsache, dass die usa nunmal derzeit größer und mächtiger sind, als alle anderen staaten dieser welt. oder anders herum gefragt: glaubt irgendjemand ernsthaft, dass sich irgendein x-beliebiger anderer staat, die gleiche reale machtfülle vorausgesetzt, deutlich anders verhalten würde? meines erachtesn gibt es keinen us-imperialismus, sondern nur ein grundsätzliches verhalten, das in der natur eines staatlichen systems begründet ist. da ist die usa nicht anders, als der rest der welt. wenn andere staaten sich derzeit vergleichsweise "gut" benehmen, so liegt das an den geringeren möglichkeiten aber nicht an einem "besseren charakter", oder wie mensch es nennen möchte. dabei will ich natürlich nicht darauf hinaus, expansionistisches verhalten der usa etwa gut zu heissen, oder zu relativieren, sondern vielmehr eine grundsätzliche kritik an der derzeitigen weltordnung mit staat genannten konstruierten gebilden äussern. in einer welt ohne staaten, grenzen usw. kann mensch sich doch gar kein äquivalent vorstellen. ziel muss also sein, nicht einen staat als besonders böses beispiel herauszugreifen und zu kritisieren, sondern die bestehende weltordnung und die jeweils bestehenden gesellschaftsordnungen als solch zu hinterfragen.

mfag
Elmar
26.10.2002 [EoD]_Cyberpunk: Wie wahr, wie wahr!
Ich stimme mit Elmar voll und ganz überein. Jeder Staat entwickelt entsprechend seiner militärischen und wirtschaftlichen Macht mehr oder weniger starke imperialistische Verhaltensweisen, die sich allerdings in unterschiedlichen Methoden manifestieren können. Die Nazis haben einfach mit ihren Panzern alles niedergewalzt, was ihnen nicht passte, die US-Amerikaner wenden etwas hinterlistigere (und effizientere) Methoden an.
Das schreckliche daran ist, dass es einfach ignoriert wird.

Venceremos,
Cyberpunk
27.12.2002 einer: jep
elmar hat recht denk ich. doitschland wär sicherlich gern an stelle der usa ( zumindest die regierung, ein teil des estäblishmänts oder so, ber vielleicht auch bevölkerungsteile- schließlich gibts ja um so mehr fernseher und INTERNETANSCHLÜSSE zu kaufen je mehr geld da ist, vasteht was ich meine? -natürlich ebenso wohl frankreichjapanchina etc. aber deutschland is z. zt. nunmal führendste nation in der EU wohl naja, imperialismus is scheisse! unterschreiben wir alle. wichtig is glaub ich "strukturen" (dem autonomisch entwendetes wort*) zu schaffen in denen über sich und die welt geredet werden kann ohne das eine wie auch immer repressive/denk- bzw.sagverboterische atmosphäre herrscht und mensch so im besten fall wenn nicht gar auch in anderen konkrete schritte in n freies leben hinkriegen kann. (schweifte etwas allgemeinplätzig ab am ende, naja, ich weiß what I mean, nunja.
25.02.2003 Afghan: Die afghanische "Regierung"
Warum verheimlichen sie, dass jene afg.Regierung nicht frei gewählt war, einen faschistichen Unterdrückungsregime aufgebaut hatte, dass mit Hilfe des KGB die eigene Bevölkerung abschlachtete´; insgesamt wurden ca.1 Mill. Menschen ohne Prozess hingerichtet.Nur weil diese Regierung sich selbst sozialistisch nannte, heisst dass nicht, dass sie es auch war.Ich frage mich wie aufgeklärte Menschen wie ihr es seid solch ein Unterdrückungsregime wie es sie von `78 bis `92 in Afghanistan gab heroisieren könnt.Macht die Augen auf.Geht nach Afgh. und zählt die Totengräber,die Massengräber aus jener Zeit!Was meint íhr mit den Rechten der Frauen? Etwa das, wenn weibliche Gefangene einer system.Vergewaltigung unterworfen sind? Tausende Frauen wurden während jener Zeit vergewaltigt, ermordet und aus ihrer Heimat vertrieben.Hört bitte auf die Welt nur in Schwarz und Weiss zu sehen.Damit begibt ihr euch auf die gleiche herablassende,menschenverachtende und ignorante Stufe wie die derzeitige Amerk.Regierung,nur steht ihr in fundamentaler Oppostion zu jenen, heisst aber nicht, dass ihr moralisch besser seid, wenn ihr die gleichen Mitteln der Unterdrückung anpreist!
Ich glaube,dass ihr einfach andere Quellen heranziehen müsst.(Human-Rights-Watch usw.)Was jene Regierung in Afghanistan getan hat, kann nicht vergessen und verziehen werden: fast 1 Million Menschen kamen in den Polizei- und Militärgefängnissen ums Leben;die Bombardierungen gar erst mitgerechnet!
15.04.2003 Siddharta: Sehr gut...aber
Es ist schön zu sehen, dass es einige Vernünftige Menschen, mit, zumindest annehmbaren Antworten, auf die offenstehen gelssenen Fragen haben, die solche, doch sehr einseitigen und zu dem schlecht übersetzten Texte, hinterlassen.
Allerdings wird der Hauptpunkt wie so oft nur angeschnitten und nicht in seiner Fülle erfasst und dementsprechend auch benannt! Dass Problem ist nicht irgendeine Form von Gesellschaft, Regierungssysteme oder womöglich Religion!Nein, dass Problem ist der Mensch!Der Mensch, der diese Dinge nach eigenem gutdünken ausübt und mit Leben erfüllt! Der selbe Mensch, der, im allgemeinen keinerlei Ethik kennt bzw. annimt und nur auf den eigenen Vorteil bedacht ist, so wie es ihm durch die Medien und vorallem durch seine Artgenossen immer wieder suggeriert wird.
Der Mensch im unserer Gesellschaft, ist kein Mensch, ja diese Bezeichnung ist sogar eine Beleidigung für alle die, die dieses Ziel erreicht haben!( Es gibt einen langen Weg zum Mensch werden, der gegangen werden muss!!!!!)Und obendrein für alle Tiere, den wir stehen mit unserer Verhaltensweise noch weit unter den meisten Tierarten die in einer funktionierenden Gemeinschaft leben, und bezeichnen uns doch als "Krone der Schöpfung"! Welch fehlgeleiteter Hochmut!!!
So viel erstmal dazu, ich könnte das ganze noch weiter ausführen aber das ginge hier wohl zuweit.
Abschliessend muss man doch sagen, dass es egal ist was im grossen (Politikspitzen,etc..) passiert, ob nun Kriege geführt werden oder nicht liegt in uns allen! Nur wenn wir die Kriege in uns selbst beenden werden sie auch ausserhalb von uns, also in den Gesellschaften bzw. ind der Welt zu ende gehen!!!
Kämpft für eure eigene Erleuchtung, denn nur sie bringt wahres Glück und ewigen Frieden im Grossen (Welt) wie im Kleinen (Individuum)!!!!!

02.06.2003 Mohammed Said al Sahaf: Kommunisten = Faschisten?
Damit bist du bei Gauweiler, Stoiber, Schröder und Fischer. Toll. Unter dem Tsogenannten eroregime des KGB erlebte Afghanistan seine Blüte, jedenfalls erzählte mir das eine Gruppe afghanischer Frauen. Aber, was wissen die schon, oder!? Was gabs noch: Monarchie, dann die Republik, dann die gennaten Kommunisten, dann sog. "linksnastionilsten", dann fundamentslisten unterschiedlicher art, die letzte dieser banden waren dann die taliban. und nun yankees und lokale warlords. da sind die kommunisten immer noch die beste wahl. Die Afghanische Volkspartei (die bösen Kommunisten) gibts ja wieder und somit die hoffnung auf ein besserres afghanistan.
13.02.2004 scope: 
USA Interventionen nach 1945. Aber was war davor? vor 45 war ein Großteil der Amerikaner gegen jelichen Auslandseinsatz. Ich frage mich nur was die Veränderung herbeigebracht hat?!

"Eure Jungen werden nicht in den Krieg gesandt werden. Sie werden trainiert, um eine Macht darzustellen, die durch ihr bloßes Dasein die Kriegsdrohung von unseren Küsten fern halten wird" (Roosevelt, Oktober 1940)

"Amerika kann kein Vogel Strauß sein, der seinen Kopf in den Sand steckt! (Widrow Wilson, 1916)

Wieso fühlen sich die Amerikaner für alles verantwortlich? Sehen sie durch Kommunisten ect. ihre
eigene Freiheit gefährdet?
ist es also wie Michale Moore Propagandiert Angst?
05.11.2005 Jürgen Binder: Angst? haben die USA wohl kaum!
Die Angst ist es wohl eher nicht.
Nein, vielmehr drehte es sich schon unmittelbar nach Ende des 2. Weltkrieges um die alles bestimmende Frage, was für ein System wird in Zukunft die Welt beherrschen wird: der Kapitalismus made in USA oder aber der real existierende Sozialismus made in Sowjetunion!

Dabei würde ich mich davor hüten dieses System weiterhin "Kommunismus" zu nennen. Denn dass es dies nie war, bestritten auch seine Macher nicht. Nur in der Propraganda gegen den Osten war vom bösen Kommunismus zu hören.

Jedem der Aliierten, sowohl der Sowjetunion wie der USA war klar, das mit dem Dahinschwinden des gemeinsamen Gegners Hitler, dieser Konkurrenzkampf der Systeme ausbrechen wird. Denn nur die Existenz dieses gemeinsamen Feindes, eben des "Dritten Reichs" machte diese ungleichen Partner überhaupt zu Verbündeten.

Nun gut, diesen Konkurrenzkampf haben die USA eindeutig für sich entschieden. Dies lag nicht zuletzt an den Mängeln an denen der real existierende Sozialismus krankte und die von den Machern dieses Systems durchaus eingestanden wurden.

Aber warum sollten die USA gerade jetzt damit zögern die restliche Welt mit ihrem System zu beglücken?-Dies hat eine imerialistische Macht nun mal so an sich! Es liegt nun vielmehr an uns diesem Prozeß Widerstand entgegen zu setzen!!
15.11.2005 Arahir: Anderer Aspekt
Dem kann ich nicht ganz Zustimmen!

Sicher besitzt jeder Mensch und damit auch jedes von ihm geschaffene Staatssystem einen Hang zum Imperialismus.
Jedoch ist Europa über die Phase der Großen Imperialistischen Kriege und Eroberungen hinweg. Ansonsten hätten wir nicht so einfach unsere Kolonien aufgegeben und sich selbst überlassen.

Die Amerikaner hinken mit Ihrer Geschichtsschreibung und -entwicklung der Europäischen deutlich hinterher. Als die USA gegründet wurden waren die Europäischen Großmächte England, Frankreich, Spanien, Portugal und Preußen schon längst in einem Stadium der Imperialistischen Reform.
Europa war der ständigen Kriege und Konflikte müde und hatte erkannt das die Fortführung dieser Methoden nur zur völligen Vernichtung der Zivilisation führen würde.

Amerika dagegen hat dies noch nicht erkannt. Sie sind besessen von dem Gedanken mit dem Alten Europa gleichzuziehen und ebenso zu einer Kolonialmacht zu werden wie wir es einmal waren. Hinzu kommt das der Großteil der Amerikaner in einem Stadium Religiöser Frömmigkeit feststeckt welchen die Europäer nach dem Beginn der Industriellen Revolution bereits abgelegt hatte. Wer sich nach dem Beweis fragt soll sich nur mal Bush anhören der ja angeblich in Gottesauftrag handelt. Dies führt dazu das George Bush jun. sich als eine Art Mittelalterlichen Kreuzritter sieht und der meinung ist er müsse den Christlichen Glauben ( welcher für ihn gleichbedeutend mit Kapitalismus ist ) mit allen Mitteln in der Welt verbreiten. Und den Unglauben wie eine Gotteslästerliche Krankheit ausmerzen. Das Krönende Beispiel hierfür sind die Aufschriften die an eineigen Hangars der US Air Force prangen, mit dem Wortlaut GLOBAL POWER FOR AMERIKA. Kurzgefasst für mich sind die USA nichtsweiter als ein Kleinkind welches in seiner Entwicklung stark zurückgeblieben ist und von Neurosen geplagt wird, das jeder Psychologe Freudensprünge machen würde.

Für Rechtschreibung und Grammatik haftet das Keyboard!!!!!!
24.11.2005 Jürgen Binder: Kolonialismus - Imperialismus
Hallo Arahir,

du befindest dich definitiv im Irrtum, wenn du da meinst Kolonialismus und Imperialismus seien dasselbe. Denn mit der Aufgabe der Kolonien wurde das imperiale Zeitalter eingeleitet.

Auch Großbritanien, trachtete als ehemaliges Kolonialreich danach, seine ehemaligen Kolonien, stets in Abhängigkeit von sich zu halten.

Will heißen: Mit der Installierung eines Marionettenregimes und der ehemaligen Kolonialmacht als Wirtschaftspartner Nr.1, hat man quasi die Hauptbestandteile des Imperialismus vor sich liegen.

So ein Regime haben wir heutzutage z.B. in Pakistan. Die Amerikaner wiederum hatten so ein Regime in Vietnam. Denn als immer mehr US-Soldaten ihr Leben lesen trachteten sie danach den Konflikt zu "vietnamisieren". Will heißen: Sie übertrugen immer mehr Verantwortung südvietnamnesischen Kräften.

Ich könnte noch zig Beispiele an Staaten nennen, aber im Grunde genommen weißt du selbst, dass alle Entwicklungsländer mehr oder weniger von den Industrienationen abhängig sind. Und daß ist eben Imperialismus!

Ich bestreite deshalb vielmehr vehement die Ermüdung der kolonialen Mächte nach dem 2.Weltkrieg. Sie ließen sich vielmehr eine viel klügere und effizientere Methode einfallen, ihre ehemaligen Kolonialreiche zu beherrschen. Diese Methode nennt man mitunter: Imperialismus!!

Und die USA, die quasi die Erfinder des Imperialismus sind, haben ganz bestimmt nicht vor eine Kolonialmacht zu werden. Nein, mit der Bildung der amerikanischen Freihandelszone z.B. bauen sie ihren Imperialismus vielmehr aus.

Woanders z.B. im Irak installieren sie momentan ein Marionettenregime. Dasselbige hat aber noch lange kein Vertrauen in der Bevölkerung erringen können.

Und Bush's Krieg gegen den Terrorismus dient lediglich dazu Regime jeglicher Art aus dem Weg zu räumen, wenn sie sich ihm und seinen imperialen Träumen in den Weg stellen.

Jürgen Binder, FDA (Föderation deutschprachiger Anarchisten)
18.01.2006 soilent michi: Danke
Ich hab das, weil ich schnell lesen kann quer durchgezogen: ES LANGWEILT MICH.Keine Anweisung, nicht auf den Punkt und für die, die es höhren müssten, nicht zugänglich..Verantwotung ist verantwortung : ich habe meine übernommen für alles, was ich tue.
und mach das dilemma nicht an schwarzwurschtegga fest, der krüppel hinrichtet.
mein tip :
mach deine worte singbar
und jaul in deine möglichkeit:
Ich meine es nicht böse oder gemein, es geht um unseren planeten, und der ist im arrrsch.
vielen dank
15.02.2006 srw: noch fragen ?
wann wird man je versteh`n???
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