| beni - 20.08.2002 Hallo Antikapitalist,
Ich weiss nicht mehr, wer mal so ungefähr geschrieben hat: "In jeder Meinung, so absurd und abartig sie auch sein mag, steckt ein wahrer Kern". Was kann man von einem Nazi lernen?
Mich interessiert erst mal:
Warum und wie ist er zu dem geworden was er ist? Wie ist es eigentlich ein Nazi zu sein? Wie geht es ihm damit? Was ist daran schlimm, was macht ihn daran glücklich und froh?
Wenn viele Leute Nazis werden heisst das doch dass der Nazismus bestimmte Bedürfnisse befriedigt, die Leute nun einmal haben. Warum können wir diese Bedürfnisse nicht auf ne bessere Art befriedigen?
Kann es sein dass wir verkopften Linken bestimmte Seiten der menschlichen Natur verdrängen, so dass die Leute hier nicht finden was sie brauchen?
Was hat der Mensch für Bedürfnisse in Bezug auf Identität, Gruppenzugehörigkeit usw.? Wir sind nunnmal auch Tiere, haben Reptilienhirn, Säugetierhirn, Primatenverhalten usw.. Das ist nichts böses, man muss halt ne Art finden, gut damit umzugehn oder?
Wenn ich von einem Nazi was lerne heisst das nicht dass ich sein Zeug 1 zu 1 übernehme, sondern dass ich mir was anschaue was ich so nicht kenne und damit meinen Gesichtskreis erweitere.
Ausserdem - wie soll sich der Hass auflösen wenn wir nicht als Menschen aufeinander zugehn? Nazis sind für mich auch mehr oder weniger leute die unter dem System leiden und das halt so äussern.
Ich empfinde mehr Hass gegen aufgeblasene, selbstzufriedene, heuchlerische, geld- und machtgierige Politiker, wie unseren Bundeshanswurst Rau z.B., die im Fernsehn tief betroffen rumsülzen nie wieder Faschismus und gleichzeitig mitmachen und nichts sagen wenn die Bevölkerung belogen, betrogen, verarscht und in neue kriege gehetzt wird, als gegen irgendne arme gestörte Naziskin-Sau.
Soviel dazu.
m@G, Beni |