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etwas weniger idealismus, etwas mehr materialismus
Titel Name Zeit
etwas weniger idealismus, etwas mehr materialismus Charly  27.08.2002
 |-Verwechslung... sowat  27.08.2002
etwas weniger idealismus, etwas mehr materialismus
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Charly - 27.08.2002

religion bedeutet immer idealismus. philosophie bedeutet auch im weitesten sinne idealismus, wenn sie nicht einen dialektisch-materialistischen theorieansatz beinhaltet. sachen wie spiritualität etc. sind materialistisch, weltimmananet oder rational nicht zu bestimmen bzw. wahrzunehmen, was nicht bedeutet, dass diese ansätze nicht zu widerlegen wären. eine dialektisch-kritische gesellschaftanalyse darf nicht auf solche idealismen zurückgreifen, sondern menschen bewusst machen, dass es sowas nicht gibt. in diesem zusammenhangist zu erwähnen, dass der mensch in der transformierten gesellschaft, in der er sich über sich und die ihn umgebene umwelt bewusst ist, keine spirituelle basis braucht. wenn eine größtmögliche bedürfnisbefriedigung- eine quasi integrale befriedigung- dem menschen gegeben ist, dann braucht er keine spirituelle sonstwas, sondern dann hat er diese spiritualität (oder wie man es nennen mag) im hier und jetzt und brauch sich seine welt nicht im kopf ausmalen lassen, sondern er kann sie dann ganz greifbar und unmittelbar erfahren. was nutzen mir sprüche von tao, lao, fao oder mao, wenn ich die welt im hier und jetzt verändern kann, so dass sie mir eine wesentlich bessere befriedigung ermöglicht, als es jede kapitalistische vermögen könnte. natürlich lebe ich mit einer gewissen unzufriedenheit, da ich weiss, dass alles, was mir diese unzufriedenheit bereitet sich auf irrationalem quatsch begründet. natürlich passt es mir nicht, dass ich nicht nackt durch die straßen laufen kann (obwohl es das natürlichste der welt wäre), natürlich macht es mir keinen spaß, morgens auf die arbeit zu fahren und mir befehle gefallen lassen zu müssen, natürlich macht es keinen spaß zu wissen, dass menschen gerade am verhungern sind, es macht auch keinen spaß in ner beschissenen stadt rumzulaufen, die vielleicht viel schöner aussehen könnte, würde der mensch sie schöner gestalten....dann zu sagen: ich solle das unschöne unterdrücken und nur das schöne betrachten ist doch schwachsinn, da dann das unschöne immer ständig in deinem magen grasiert und noch viel schlimmere zustände hervorruft-nämlich unbewusste reizzustände. unzufriendenheit ist der erste ansatz zur kritik- zu notwendigen kritik. bewusst- gemachte unzufriedenheit, also mir ins bewusstsein gerufene gründe der unzufriendenheit kann ich doch besser abstellen, als unterdrückte unzufriendenheit, die sich gewiss bald unbewusst entladen wird. das gleiche gilt für die spiritualität- alles käse. aber käse mit löchern, die man offen sehen kann und einem das durchschauen ermöglichen