| Tabasco - 18.09.2002 Neulich hab ich einen Bericht gelesen, in dem anhand von Formeln und quantenphysikalischen Tatsachen die Existenz der Unsterblichkeit bewiesen und die Definition einer Überordnung, die einem Gott am nächsten kommt, erläutert werden sollte. Ich kann zwar nicht mehr alles zusammen fassen, aber da ich die Thematik recht interssant fand, versuch ich sie mal noch einem zusammenzufassen:
Stellt euch vor, es existiert ein 1 x 1 Meter großer Raum, in den man eine Katze sperrt. Ebenfalls wird in diesem Raum ein Geigerzähler aufstellt und eine relativ geringe radioaktive Strahlung hineingeleitet. Eine Strahlung, die so gering ist, dass sie genau den Grenzwert trifft, an dem der Geigerzähler wohlmöglich ausschlagen könnte, also einen Piepton von sich gibt. Die Chance für ein Erkennen der Strahlung des Geigerzählers liegt bei genau 50%. Es ist also ebenso möglich, dass der Geigerzähler auf die Strahlung reagiert, wie die Möglichkeit, dass nichts passiert. Sollte er die Strahlung registrieren und ausschlagen, wird ein giftiges Gas in den Raum geleitet, das die Katze umbringt. Passiert nichts, bleibt die Katze am Leben. Für einen Menschen, der sich eine Stunde lang vom Experiment entfernt, gibt es bei seiner Rückkehr nur 2 Möglichkeiten. Entweder die Katze lebt, oder sie ist tot. Augenscheinlich gesehen ist das auch der Fall. Quantenphysikalisch gesehen ist die Katze allerdings weder tot noch lebendig. Sie befindet sich in beiden Zuständen zur gleichen Zeit. Das Auge und die Wahrnehmung des Menschen nimmt lediglich eine der beiden Möglichkeiten auf, obwohl die Katze zeitlich gesehen in beiden Zuständen befindet. So ist, nach der Quantenphysik sämtliche Existenz nicht auf einen einzelnen Lebensweg (eine einzelne Möglichkeit) gestaltet, sondern enthält vielmehr unendliche viele Möglichkeiten, die alle zeitlich parallel verlaufen. Diese Tatsache ist rechnerisch erwiesen. Dementsprechend leben wir nur eine von Milliarden von Möglichkeiten, gestalten unser Leben jede Sekunde neu, entscheiden uns auf individuellem Wege, während all unsere Koexistenzen in zeitlich Parallelwelten ablaufen und somit zur Stunde null unter Umständen einen ganz anderen Menschen zum Vorschein bringen können. Wenn wir also heute von einem Auto überfahren werden, ist der Tod nur eine von unterschiedlichsten Varianten, wie sich unser Lebensweg gestalten könnte, beeinflusst auch durch die, in unserer Geschichte existierenden, Möglichkeiten der Leben aller anderer Menschen. So gesehen ist die Variation zwischen diesen verschiedenen Schicksalen also unbegrenzt.
In der Stunde null, an dem sich das momentan mit enormer Geschwindigkeit permanent ausbreitende Universum wieder zusammenzieht, um einen neuen Urknall zu produzieren, entsteht aus aller Materie unseres Alls der Punkt Omega. Punk Omega ist die wissenschaftliche Definition Gottes und der Wiedergeburt. An diesem Punkt wird alle Existenz und Gegenwärtigkeit des Universums in sich zusammengezogen, zu einem nicht räumlich bedingten, zeitlichen Fleck auf einer beliebigen Koordinatenachse. Da dann unendlich viel Energie auf einen so kleinen Fleck konzentriert ist, wird durch die gesamte Kraft dieses zeitlichen Daseins selbst die Zeit an für sich unendlich. Alles was jemals im All existierte wird sich dann bis in alle Ewigkeit wiederholen. Dies ist dann die Phase der unendlichen Wiedergeburt. Alle Möglichkeiten, die man als Mensch in seiner Existenz hätte leben können, werden dort reproduziert und lassen das Bewusstsein des Menschen in der Möglichkeit leben, die keine Endlichkeit kennt. Wenn du also heute stirbst wirst du in ungefähr 40 Milliarden Jahren zeitlich im Punkt Omega wiedergeboren, um zwar ohne menschliche Hülle aber mit dem geistigen Bewusstsein deines früheren Ichs in alle Ewigkeit mit gewohntem Umfeld zu existieren. Man lebt quasi an dem Zeitpunkt weiter, an dem man auf der Erde beispielsweise von einem Auto überfahren worden ist, nur dass dieser Unfall im Punkt Omega nie passiert ist, zumindest für deinen Weg der Unendlichkeit nicht. Des weiteren spürt man in der Zwischenzeit zwischen Tod und Wiedergeburt keinerlei Zeitverlust, wie es auch beim Schlafen der Fall ist. Man schläft ein und wacht wenig später etwas auf, ohne zu wissen wie lange man geschlafen hat. Das heisst also, dass man in dem Moment wieder erwacht, an dem man gestorben ist, ohne zu merken, je gestorben zu sein.
Mir persönlich stellt sich da die Frage, woher ich wissen kann, mich nicht längst am Punkt Omega zu befinden. Vielleicht bin ich schon vor geraumer Zeit gestorben, habe ohne mein Wissen 40 Milliarden Jahre geschlafen und lebe nun unterschiedliche Möglichkeiten bis in alle Ewigkeit. In jedem Falle ist es gefährlich, zu wissen, dass man, wenn man einen Fehler macht oder eine falsche Entscheidung trifft, damit nicht wirklich etwas anrichtet und in einer zeitlichen Parallelwelt genau das richtige getan hat, weil wie gesagt alle Möglichkeiten gleichzeitig existieren.
Zwar ist dies alles nur eine Theorie, aber eure Meinungen dazu würden mich trotzdem mal interessieren...
tab
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