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http://www.a-camp.burg-lutter.de/
7. anarchistisches sommercamp vom 1. - 10.8.2003
auch zum veflixten 7. mal ein treff für anarchistInnen
langsam scheint sich das a-camp auf einen rythmus von zwei jahren
einzustellen nachdem das a-camp auch im letzten jahr
ausgefallen ist. das camp wird wieder auf den wiesen um die burg lutter
stattfinden, wie vor zwei jahren. erstens war das
letzte a-camp hier ein erfolg und und zweitens bietet die anarchistische
kommune nördlich vom Harz sehr gute
möglichkeiten, die uns die organisation sehr vereinfachen. außerdem
können wir mit dem a-camp dieses projekt
unterstützen, das konsequent versucht, in einer herrschaftsfreien
gemeinschaft dauerhaft nach anarchistischen
gesichtspunkten zu leben.
herrschaftsfreiheit ausprobieren
auf den bisherigen a-camps hat sich gezeigt, daß es wichtig ist, einen
ort zu schaffen, an dem sich jedes jahr menschen
treffen und wiedertreffen, um die möglichkeit zu nutzen, anarchistische
theorie und praxis miteinander zu verbinden und
zusammen einen spaßigen urlaub zu verbringen. uns ist klar, daß ein
zeitlich begrenztes camp einem rückzug auf eine insel
gleicht. doch schaffen wir uns gerade dadurch einen freiraum jenseits
der alltäglichen gesellschaftlichen normalität, der es
uns ermöglicht, unsere ideen vom herrschaftsfreien zusammenleben
umzusetzen und anhand der praxis weiterzuentwickeln.
als grundkonsens setzen wir voraus, daß herrschaftsfreiheit mit
sexistischen, rassistischen und patriarchalen
verhaltensweisen nicht vereinbar ist. überhaupt sind diskriminierungen
aller art nicht zu dulden und leute, die hier anderer
meinung sind, haben auf dem camp nichts verloren. aber auch linke sind
in dieser gesellschaft sozialisiert. im fall von
übergriffen werden täterInnen vom platz fliegen. wir gehen davon aus das
alle auf dem camp sich aktiv einmischen, wenn
sie solches verhalten wahrnehmen, und das alle zusammen dafür sorgen,
daß hier ein soweit möglich herrschaftsfreier raum
ensteht. grundsätzlich muß auf dem camp immer zeit sein, sich mit
herrschaftsverhältnissen und ihren auswirkungen
auseinanderzusetzen. das sollte natürlich nicht nur für das camp gelten,
sondern auch und vor allem im alltag.
wir als organisationsgruppe verstehen uns selbst nur als teil des camps
und letztendlich hängt von allen teilnehmerInnen ab
was funktioniert, spaß macht, wie weit wir unsere utopien umsetzen.
selbstorganisierte vielfalt
wie in den letzten jahren soll es eine reihe von workshops geben. der
großteil dieser inhalte wird von den teilnehmerInnen
des camps vorbereitet. wir als vorbereitungsgruppe tragen lediglich die
angekündigten workshops zusammen und
versuchen, einige leute und gruppen anzusprechen. falls ihr ideen habt
für etwas, was ihr organisieren wollt, meldet euch bei
uns. wir hoffen, das es einführende workshops geben wird, die sich mit
den grundlagen des anarchismus beschäftigen, und
auch diverse anarchistische strömungen vertreten sein werden und
verschiedene ansätze vorstellen und diskutieren werden.
außerdem hoffen wir auf weitere workshops zu verschiedenen anderen
themen: antimilitarismus, arbeit, leben in einer
kommune (gemeinsame ökonomie), pädagogik/antipädagogik ... vielleicht
auch auf einige praktische workshops, vom
baumklettern, siebdruck, zeitung oder radio machen bis strassentheater.
auch die anarchie der geschlechter, also themen
wie antisexismus, intersexualitŠt, kritik der rzb (romantischen
zweierbeziehung) usw. sollten nicht zu kurz kommen.
letztendlich hängt dies aber davon ab, was ihr macht und vorbereitet,
also meldet euch zahlreich mit dingen, die ihr machen
wollt. die gewohnte vielfalt des a-camps ensteht erst, wenn diejenigen,
die zuhause sowieso zu irgendeinem thema praktisch
oder theoretisch arbeiten, einen workshop vorbereiten und anbieten. wir
als vorbereitungsgruppe werden uns nur wenig
darum kümmern können, daß ein reichhaltiges und vielfältiges
workshop-programm entsteht.
das gilt in ähnlicher weise für die gemeinsame organisation des camps.
wir werden zwar die vorbereitung gemeinsam mit
anderen gruppen übernehmen, aber ohne leute, die das camp auf- und
abbauen, essen besorgen, kochen usw geht natürlich
gar nichts. die vorbereitungsgruppe wird es mit beginn des camps in der
form nicht mehr geben.
auf jeden fall soll es ein möglichst reichhaltiges kultur- (oder
gegen-kultur-?)-programm geben. wenn ihr musik machen,
kabarett- oder theaterstücke aufführen oder das abendprogramm füllen
wollt, meldet euch bitte bei uns. auch gute videos
könnt ihr gerne mitbringen. auf dem geläde ist auch platz für spiel und
tanz, bringt einfach bälle usw. mit.
auch wenn ihr euch zutraut, als sanis kleinere und größere wehwehchen zu
behandeln oder ihr irgendeine
sanitäts-ausbildung habt - meldet euch bei uns, denn wir brauchen
unbedingt noch camp-sanis für notfälle.
auch eine reihe weiterer organisatorischer probleme sind noch zu lösen,
eine liste findet ihr hier unter dem link
'campunterstützung'.
vernetzung mit anderen kämpfen
das a-camp soll möglichkeit bieten, zu überlegen und auszuprobieren, wie
wir eigentlich leben wollen. jenseits vom
alltäglichen kampf gegen autoritäten, sexistischer oder rechter anmache
und anderen in dieser gesellschaft
selbstverständlichen widerwärtigkeiten aber auch in der überwindung
dieser herrschaftsverhältnisse in unserer eigenen
lebenspraxis. um aber auch den widerstand gegen herrschaft und
unterdrückung überall in der welt weiterzuführen und mit
den inhalten des a-camps zu verknüpfen, sollten wir versuchen, das camp
mit konkreten politischen auseinandersetzungen
zu vernetzen. deshalb wäre es zum beispiel gut, wenn es leute gibt, die
in den antiatomaktionen beteiligt sind und auf dem
camp aktuelle entwicklungen und planungen darstellen können. auch wird
das thema antimilitarismus und der kampf gegen
deutschland im krieg wohl leider bis dahin nicht beendet sein. gut wären
auch kontackte zum antirassistischen grenzcamp,
usw. ... .aber auch dies liegt an euch.
toll wäre auch, wenn leute aus anderen ländern vorbeikommen würden,
falls ihr also da kontackte habt, ...
der turm mit dem schwarzen stern
wie im letzten jahr stellt auch in diesem jahr die burg lutter ihre
wiesen für das camp zur verfügung. in der mittelalterlichen
burg lebt seit 1980 eine gruppe von menschen, die sich "ohne
herrschaftsstrukturen und nach anarchistischen
gesichtspunkten mit unterschiedlichen vorraussetzungen, träumen und
lebenserfahrungen gegenseitig fördern und
unterstützen" wollen. die gemeinsame kasse dieser kommune lebt von einem
infoladen, mehreren kollektivbetrieben wie
tischlerei, zimmerei, backstube, siebdruckwerkstatt und einem
tagungshaus.
leider können auf diesem gelände keine hunde rumlaufen! bitte beachtet
dies und laßt eure hunde zu hause, nehmt rücksicht
auf die hier lebenden und freirumlaufenden tiere, wie hühner und
schweine usw..
Genaueres über das Projeckt erfahrt Ihr unter:
http://www.burg-lutter.de/
jetzt anmelden
auf dem camp-gelände gibt es natürlich nur begrenzten platz. deshalb
brauchen wir unbedingt eine anmeldung von euch,
wenn ihr teilnehmen wollt. wenn ihr euch angemeldet habt, werden wir
euch regelmäßig mit wichtigen informationen
versorgen. das camp ist mit öffentlichen verkehrsmitteln erreichbar,
schaut einfach unter dem link 'anfahrt' nach.
es wird wieder einen kleinen unkostenbeitrag für platzmiete, material,
lebensmittel usw. geben. wenn alle teilnehmerInnen 6
bis 10 euro pro tag bezahlen oder mehr, können die kosten für das camp
gedeckt werden. normalerweise rechnen wir mit
einem beitrag von 8 euro pro tag. außerdem unterstützen wir dann die
lutter-kommune und können der
vorbereitungsgruppe für das a-camp 2004/5 die vorbereitungskohle
weitergeben. da aber einige leute kaum geld bezahlen
können, sollten z.b. verdienende menschen nach selbsteinschätzung ruhig
solimäßig tiefer in die tasche greifen. wenn ihr
absolut gar keine kohle habt, meldet euch bei uns.
bis bald auf dem a-camp..
24.03.2003
anarchie.de