| Rede aus dem schwarz-roten Block
Dies ist eine Mitteilung der Gruppe Anarchisten/Rätekommunisten München
Alle Jahre wieder, mit deutscher Pünktlich- und Gründlichkeit, lädt die ortsansässige Ausbeuterklasse alles ein, was die Taschen voller Geld, Munition oder Wählerstimmen hat. Und man darf schon sagen, dass man sich von Jahr zu Jahr sicherer fühlen darf, da Münchens Polizei die „bayrische Art zuzulangen“ nicht verlernt hat. Davon konnte sich gestern jeder v.a. körperlich überzeugen! Zusätzlich wurden letztes Jahr bei einem Mega-Event, wie dieser nun mal ist, auch noch Scharfschützen auf den Dächern um den Bayrischen Hof postiert und die armen Geschäftsinhaber, auf Grund panischer Medienhetze, schier gezwungen, ihre Geschäfte zu verbarrikadieren, wie z.B. vor 2 Jahren! Wahrscheinlich waren nicht genügend Scharfschützen für alle braven Münchner Bürger vorhanden und so zog man es vor diese für die Gäste im Bayrischen Hof zu stellen, wenn dort schon über Sicherheit getagt wird.
Dieses ganze Kasperltheater soll nur demonstrieren, dass es hier und nirgends sicher ist, außer die Damen und Herren Oligarchen nehmen - sozial wie sie sind - sich der Sache an! Die Angst als Herrschaftselement!!
Glaubt an uns oder lebt in Angst! Und Angst kann sehr vielfältig sein:
-Terrorwarnungen in den USA zur Weihnachtszeit
-geschickt inszenierte Militärparaden vor Hamburger Krankenhäusern
-radikaler, inhumaner Sozialabbau, der natürlicherweise die Existenzsicherung in den Vordergrund stellt und die Angst eben jenige zu erhalten bei vielen angestiegen sein dürfte
-Panikmache von Unternehmensleitungen, drohender oder vollzogener Stellenabbau
- oder sei´s einfach nur das beklemmende Gefühl, Saddam Hussein könnte in einem Blitzkrieg mit 4 Kalaschnikow den größten Besitzer von Massenvernichtungswaffen dem Erdboden gleich machen!! Deswegen macht man ihn und nebenbei das gesamte Land im Vorhinein unschädlich und stößt dabei zufällig auf Öl!!
Angst ist unverzichtbar, aber nicht ausreichend! Das Vertrauen in die Marktwirtschaft, die Hoffnung auf baldigen Aufschwung gleicht dem sprichwörtlichem Tanz ums goldene Kalb. Man setzt das ganze Vertrauen in den „Markt“, der ja keine Person ist, sondern ein „Ding“, nicht greifbar, nicht sichtbar und doch da!! Das Ganze hat, wahrscheinlich nicht ungewollt, annähernd ersatzreligiöse Züge, ähnlich der staatlich verordneten Marx-Lenin Verehrung in den ehemals „sozialistisch regierten“ Ländern!
Doch was die Gesellschaft braucht und auch verdient, ist keine Götzenverehrung, keine wie auch immer geartete oder gesinnte Staatsregierung und schon gar keine „Hundts“ und „Schrempps“ und alle anderen Personen, die die Produktionsmittel in ihren dicken Fingern halten und sie freiwillig niemals hergeben werden!
Diese Auswüchse lassen sich nicht ohne grundlegende Veränderung der Verhältnisse beseitigen! Und sind damit keine Unterschriftenlisten oder irgendwelche Warnstreiks für irgendwelche beschissenen Tarifverträge gemeint,
sondern soziale Revolution! Und zwar die endgültige!!
Der Grund für das Scheitern aller vorausgegangenen Revolutionen war, dass man nicht bereit war vollkommen mit dem Alten zu brechen:
- die französische Revolution hat die Religion nicht beseitigt
.1848 wurde mit der Monarchie nicht gebrochen
-1917 nicht mit dem Staat!!
Doch daraus haben wir unsere Lehren gezogen.
Wir können erst wir selbst sein, wenn Autorität, Herrschaft und Macht vernichtet, der Staat nicht mehr existent und der letzte Besitzende enteignet ist!!
Wir haben ein Problem mit Staat & Obrigkeit!!
Wir werden dafür sorgen, dass Staat & Obrigkeit ein Problem mit uns bekommen!!!!
VIVA,VIVA LA REVOLUTION
Artikel hier erfasst: 16.03.2004
|