## mail vom 13.04.04 weitergeleitet von LPA Berlin [lpa@free.de]
Sender: gipfelsoli-l-bounces@lists.nadir.org
Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
- Summit Costs in Warsaw explode
- Aufruf für Spenden für die Proteste gegen das WEF in Warschau/Polen!
- Aufruf Anti- Repressionstreffen vor Gerichtsverhandlung Aubonne
- Schweiz-Einereiseverbot für deut. AktivistInnen
Summit Costs in Warsaw explode
The President of Warsaw, Lech Kaczynski (no relation to the Unabomber), has
threatened to take Leszek Miller to court if the government does not
reimburse
the city of Warsaw for money spent during the European Economic Summit. Mr.
Kaczynski had opposed having the event in the city but President Kwasniewski
was very adamant about holding the event in the jewel of Poland, elite
Warsaw.
Kaczynski also says he does not intend to pay for any damage caused by
antiglobalist demonstrations.
The President of Warsaw (who represents the "Law and Justice Party", a hard
line, get tough on criminals election tool), is already demanding 18 million
zloties that has been spent to prepare for the summit. The main expense has
been on the police, including equipment like special fences and robots which
dismantle explosives but also include sending school children from Warsaw on
school trips outside of the city for the duration of the summit!
There are many more expenses to come. For example, almost one million
dollars is needed to clean the streets. (Why the Sejm can't be used for
this work, we have no idea.) Printing new bus schedules is supposed to be
a major expense as well, but we suppose they're overcharging the tax
payers on that one, (We can print the new schedules and put them up around
the city for probably less than $200, whereas the city feels it's
necessary to use closer to one million dollars to do this.) Other money
should go to prepare hospitals for the victims of police brutality.
[cube@zigzag.pl]
Aufruf zur Unterstützung --
Aufruf für Spenden für die Proteste gegen das WEF in Warschau/Polen!
Liebe Freundinnen und Freunde, wir tun unser Bestes, um den Anti-Summit
während des European Economic Forum (ein lokales Treffen der WEF Eliten)
zwischen den 28 und den 30 April in Warsaw zu organisieren. Die Bewegung,
die sich gegen die Politik des EEF stellt, hat sich in einem bisher in
Polen noch nie dagewesenen Ausmass organisiert und mobilisiert. Die
stärkste Kraft sind AnarchistInnen (die sich selber "Koalicja Grup
Wolnosciowych", "Antyszczyt Wa29" - "Polish Libertarian Milieu Organizing
the Anti-Summit Wa29" nennen), auch SozialistInnen, Grüne und eine Menge
an nicht assoziierten Menschen nehmen an den Vorbereitungen teil. In
anbetracht des großen Interesses von Menschen aus ganz Polen und aus
anderen Ländern erwarten wir, dass unser Anti-Summit der größte
globalisierungskritische Protest in der Geschichte Polens wird - wir
hoffen, dass auch du nach Warsaw kommst!
Das größte Problem, mit dem wir konfrontiert sind, ist der Mangel an Geld.
Die nächsten Tage werden unsere Mittel erschöpft sein. Wir selber sind
nicht reich und wir selber haben keine reichen SponsorInnen, deswegen
wollen wir um jegliche finanzielle Hilfe bitten. Vergesst nicht, was für
euch wohl nur eine kleine Summe ist, ist für uns in Polen eine Menge Geld.
Jeder Euro, jeder Dollar, den ihr uns geben könnt ist wichtig. Unsere
Bankverbindung ist:
Sz.Ignatowicz Bank BPH PBK SA oddzial w Warszawie
PL 47 1060 0076 0000 3020 0093 5745
[hydrozag@poczta.onet.pl]
Aufruf zu einem internationalen Anti- Repressionstreffen vor der
Gerichtsverhandlung gegen die AktivistInnen der Aubonne- Brücke
(26.-28 Juni 2004 in Genf)
Die Brücken"Fall" von Aubonne
Das Aubonne- Kollektiv wurde gegründet um zwei AktivistInnen zu
unterstützen,
deren Kletterseil von der Polizei während einer Blockadeaktion gegen den G8-
Gipfel in Evian, im Sommer 2003 durchtrennt wurde. Einer der Kletterer
stürzte 20 Meter in die Tiefe, überlebte den Sturz durch unglaubliches
Glück, brach sich aber sein Kreuz, Becken und das linke Fussgelenk. Er ist
nach wie vor (fast 1 Jahr dannach) in physio-therapeutischer Behandlung.
Die Aktivistin die auf der anderen Seite der Brücke hing, konnte im letzen
Moment von der Unterstützungsgruppe die sich auf der Brücke befand
gehalten werden nachdem die Polizei das Seil kappte. Sie, sowie andere der
U-Gruppe, leiden noch immer unter sogenanntem post-traumatischem Stress.
Während unserer Arbeit als Soli- Gruppe, die v.a. darin bestand den
Brücken"Fall" öffentlich zu machen und die Betroffenen direkt zu
unterstützen, mussten wir realisieren, dass unsere Kapazitäten ("wir" als
Individuen, und "wir" als Bewegung) darin, Betroffene effektiv zu
unterstützen sehr begrenzt sind. Dies scheint ein ständiges Problem für
alle Gruppen zu sein die Antirepressionsarbeit praktizieren, und ein Grund
für die Angst vieler Menschen, die sich dem Risiko gegenüber sehen, früher
oder später im Krankenhaus oder Knast zu landen.
Unsere persönliche Erfahrung v.a. mit dem "Fall" von Aubonne, und auch mit
anderen Fällen von Repression haben uns vor Augen geführt, dass der Umgang
mit den psychischen Folgen von Repression (Trauma, Depression,
Angstzustände) ebenso wichtig ist wie die politische, finanzielle und
rechtliche Unterstützung, aber in unserer Arbeit leider oft vernachlässigt
wird, was enorme Langzeitfolgen für die Beteiligten/Betroffenen nach sich
ziehen kann.
Anti- Repressions Treffen
Am 28. Juni findet in Nyon (Südschweiz) die Gerichtsverhandlung gegen die
beiden KlettererInnen und zwei weitere AktivistInnen der Brückenaktion
statt. Sie werden angeklagt wegen "Gefährlichen Eingriffs in den
Strassenverkehr" und, ironischerweise wegen "Gefährdung des Lebens
Dritter". Wir wollen das Wochende (26./27. Juni) vor der Verhandlung als
eine Möglichkeit nutzen, Menschen und Gruppen in Genf zusammenzubringen,
um Möglichkeiten und Ideen für den Aufbau eines effektiven
Antirepressionsnetzwerks in Europa zu diskutieren, mit einem zentralen
Fokus auf dem Umgang mit den psychischen Folgen von Repression.
Wir rechnen mit der Teilnahme einer Vielzahl von Leuten aus verschiedenen
Teilen Europas. Diese Einladung wird verschickt an Gruppen und
Organisationen welche bereits aktiv sind oder sein wollen, aktive
Antirepressionsarbeit in verschiedenen Bereichen zu praktizieren, wie z.B.
Soli- Netzwerke, Menschenrechtsorganisationen, Knast-Solidarität,
FlüchtlingsunterstützerInnen-Gruppen etc. Das Ziel der Organisation ist
ein offenes, vielfältiges und integratives Treffen.
Die Themen auf die wir uns hauptsächlich stürzen werden, sind:
- Ein Erfahrungsaustausch anhand konkreter Beispiele von Repression wie z.B.
Thessaloniki 7, Genua (Opfer der Diaz- Schule), die Götheborg-
Gefangenen etc., um Erfahrungen aus 1. Hand miteinander zu vergleichen
und dadurch zu ermitteln welche Strategien erfolgreich waren und
inwiefern ein Mangel an Infrastruktur, Fähigkeiten und Ressourcen
besteht.
- Wie eine funktionierende internationale Koordinierung möglich sein
könnte um effektiver der Repression bzw. der Immunität der Polizei zu
begegnen und der Frage nachzugehen, wie eine präventive
Antirepressionsarbeit aussehen könnte/sollte.
- Als eines der Hauptthemen die Annährung an die psychischen Aspekte
und Folgen sowie Techniken der persönlichen Unterstützung und des
"Auffangens" von Betroffenen: Wir erachten diesen Themenkomplex
deshalb als so wichtig, da er oftmals übersehen bzw. nicht angegangen
wird, so dass viele Menschen dann letztenendes doch alleine mit ihren
Problemen dastehen. Wir werden einen gewichtigen Teil des Wochenendes
für dieses Thema reservieren um zusammen mit Trauma- "BeraterInnen"
(trauma counsellors) nach Möglichkeiten zu suchen "mental health
support groups" ins Leben zu rufen.
Wenn du dir vorstellen kannst ein Workshop/Vorstellung/Video/
Diskussionsrunde mit Bezug auf das Thema "Antirepression" anzubieten,
kontaktiere uns bitte, so dass wir das im Program mit aufnehmen können.
Genauso sind alle dazu aufgerufen, interssierte Leute die ihr kennt auf
das Treffen aufmerksam zu machen bzw. uns deren Kontakt weiterzugeben. Es
werden Leute kommen um die "bekannten Fälle" der jüngeren
Repressionsgeschichte (Genoa, Thessaloniki etc.) vorzustellen, was aber
keinesfalls heisst, dass "weniger bekannte Fälle" keine Beachtung finden
werden.
Wenn du also gerne von einem Beispiel berichten würdest, das keine
weltweite Beachtung gefunden hat, ist das auf jeden Fall okay.
Gerichtsverhandlung
Am Montag direkt nach dem Wochenende wollen wir alle dazu aufrufen sich an
einer symbolischen, gewaltfreien Aktion während der Gerichtsverhandlung
vor dem Gerichtsgebäude in Nyon (Nahe Genf) zu beteiligen. Die Verhandlung
beginnt um 9:00 Uhr und wird voraussichtlich um ca.14:00 Uhr abgeschlossen
sein. Wir sehen den Verhandlungstag als eine der wenigen Möglichkeiten die
uns bleibt, den Aubonne"Fall" an die breite Öffentlichkeit zu tragen und
effektiv die Immunität der Polizei und die u.a. daraus resultierende
Ungerechtigkeit anzugehen.
Mehr Details
Das Treffen beginnt am Samstag den 26. Juni morgends und dauert bis zum
Sonntag den 27. abends. Es findet statt in einem Sozialzentrum in Genf,
das L'usine heisst (Infos zur Anfahrt und Stadtplan etc. werden sich bald
finden auf der website www.aubonnebridge.net . Die Gerichtsverhandlung ist
am Montag, den 28. Juni um 9:00 Uhr morgends in Nyon, 15-30 Minuten
entfernt von Genf.
Die Idee des Treffens ist die eines koordinierten Arbeits- Wochenendes, es
ist kein Festival.
Für Pennplätze und Essen wird gesorgt sein (vergesst nicht Schlafsack und
Isomatte). Da wir das Ganze als ein selbstorganisiertes Treffen verstehen,
erwarten wir von allen Eigeninitiative zu zeigen bei Aufgaben wie Kochen,
Putzen usw. Videorekorder- und Projektor sind am Start. Wir werden um eine
niedrige finanzielle Beteiligung der Teilnehmenden beten. Wir können leider
keine Reisekostenerstattung anbieten. Bitte bestätige deine/eure Teilnahme
im
Voraus, so dass wir kalkulieren können (wichtig !) und schreib/t 2-3 Sätze
über dein/euer Interesse zu kommen. Da unsere Kapazitäten auf ca. 100
Personen beschränkt sind, werden wir möglicherweise ab einem bestimmten
Punkt keine weiteren Leute mehr akzeptieren können.
Das Programm das wir für die zwei Tage vorschlagen sieht folgendermassen aus
(und ist noch in Bearbeitung):
Samstag
9 Uhr: Einführung und Vorstellungsrunde (versch. Erwartungen an das Treffen
zusammenbringen)
10 Uhr: Presentation und Austausch anhand versch. Fälle von Repression
(Genua,
Götheborg, Thessaloniki, etc.)
13:30 Uhr: Mittagessen
14:30 Uhr: Einführung in neue EU- weite repressive Gesetzgebung bzw.
Gesetzgebungsvorhaben
16:00 Uhr: Internationales Antirep- Netzwerktreffen
18:00 Uhr: Vorbereitung der Aktion während der Verhandlung
20:00 Uhr: Abendessen
21:00 Uhr: DJ's
Sonntag
10:00 Uhr: Workshops zum Thema Trauma, Psyche etc.
13:30 Uhr: Mittagessen
14:30 Uhr: Netzwerktreffen Teil 2
16:30-18:00 Uhr: letztes Koordinierungstreffen und Aufgabenverteilung für
die
Aktion
Nach dem Planungstreffen der Aktion: Open Space für weitere (spontane)
Diskussionen und Workshops, Filme
20:00 Uhr Abendessen
Nach dem Abendessen: Mehr Open Space
Montag
7:00 Uhr: kollektives Aufwachen
8:00 Uhr: Aubruch zum Gericht (15-30 min. im Zug)
Kontakt
aubonne@no-log.org
escanda-info@gmx.net
www.aubonnebridge.net
Anti- Repression Gathering around the Aubonne Court case 26-28th of June
2004 in Geneva
The Aubonne Bridge Action
The Aubonne collective was created to support two climbers whose rope was
cut
by police during a blockade against the G8 summit in Evian, Summer 2003. One
climber fell 20 metres, survived due to incredible luck, breaking his back,
pelvis and left foot. Almost one year later he is still dependent on
physiotherapist treatment. The other activist was saved from falling by the
quick reaction of her support team, but is still suffering from
post-traumatic
stress disorder. Other people have also been traumatised by the incident.
During our work, raising awareness about the case and directly support the
affected activists, we have realised that our capacity ("us" personally,
and "us" as a "movement") to support groups and individuals in the face of
such
repression is really limited. This appears to be an ongoing problem for all
groups and individuals working on anti-repression issues, and a source of
anxiety for all of us who risk facing jail or hospital at some point. Our
personal experiences around this incident and our contact with other
victims of repression have made us aware that dealing with the trauma that
often follows such situations is as important as dealing with the legal
and political circumstances, but can be the most neglected aspect of the
support work, with enormous long-term, emotional consequences for the
people involved.
Anti - Repression Gathering
On June 28th in Switzerland the court case against four people from the
affinity group (including the climbers) will take place - ironically, they
have
all been charged with blocking the traffic and endangering human life. We
would like to use the weekend before the court case (26-27th June) as an
opportunity to bring people together to discuss proposals to create a
stronger and more effective anti-repression network in Europe, with a
particular emphasis on raising awareness of and dealing with repression-
related trauma.
We expect a great variety of people from different places in Europe to
come. This invitation will be sent to groups and organisations of
different countries who are actively involved or interested in anti-
repression work of different areas, such as solidarity networks, human
rights groups, prisoners' support organisations, refugee support groups
etc. We want this to be an open, diverse and inclusive gathering.
The issues that we would like to concentrate on are:
· Promote detailed awareness as to the many different cases of repression
that
have happened recently.... the Thessaloniki 7, Genoa (victims of Diaz-
School), those still in jail from Gothenburg.... To compare and contrast
different 1st hand accounts to work out which tactics have been
successful, what infrastructure, skills and resources we are lacking.
· How we can coordinate and make more effective (international) pressure in
responding to these cases as well as police impunity, also regarding
preparative anti- repression work as an important part of organising events
· As a central subject, the ongoing mental trauma that people face is of
great
concern to us, it is something we often overlook but the effects of
repression
are long lasting and often lead on to other problems. We will be spending
considerable part of the weekend discussing trauma and plan to invite trauma
counsellors to attend, in order to explore possibilities of creating mental
health support group.
If you would like to offer a talk/discussion/workshop/video on any issue
around "(anti-) repression", please contact us, so that we can include it
into
the program. Equally, if you know interested people to contact, please do
so,
or pass on the information. There will be people presenting experiences of
the "big cases" (Genoa, Thessaloniki...) which doesn't mean that "smaller
cases" are being overlooked. So if you wanna talk about a case that wasn't
globally recognised, feel free to do so.
The Court Case
On the Monday following the gathering, we would like to invite everyone to
attend a non- violent, symbolic action outside of the courthouse in Nyon,
near Geneva, during the trial. It will start at 9 am and will probably be
finished at around 2 pm. We see this as one of the few opportunities left
to publicise the issue once more and to question publicly the impunity of
police in this and many other cases.
More details
The gathering will take place from the 26th to 27th of June (Saturday -
Sunday) in a social centre in Geneva called L'usine (information how to
arrive will be available on www.aubonnebridge.net soon). The court case
will be on the 28th (Monday) 9 am in Nyon, not far from Geneva.
It is meant to be a working meeting rather than a festival.
Accommodation and food will be provided (but don't forget your sleeping
bag and mat). Since we want this to be a self- organised event, we expect
everybody to proactively take part in cooking- and cleaning etc. tasks.
Playback facilities to show videos will be provided. We will have to ask
for a low daily contribution from everybody and unfortunately will not be
able to help with any travel expenses. Please confirm your attendance
beforehand via Email (below), so that we can calculate numbers (important
!) and write 2-3 sentences about your main interested to take part in the
gathering. Since our capacities are generally limited (up to 100 people),
we might see ourselves in a situation where we cannot accept more
participants.
The proposed program for the two days, although still in process, so far is:
Saturday:
9 am Introductions and go round (Peoples expectations of coming to the
meeting
etc).
10 am Presentation of and exchange on cases, from Genoa,
Thessaloniki,Aubonne,
Gothenburg, others
1.30 pm Lunch.
2.30 pm Presentation on new (and existing) EU legislation relating
toactivists
4 pm European Anti-rep network meeting
6 pm Working on and discussing the Action for Monday (Painting banners,
Press
release etc.)
8 pm Delicious food
9 pm DJ's
Sunday
10 am Workshops on Trauma (in parallel)
1.30 pm Lunch
2.30 pm Follow- up on Network discussion, evaluation
4.30-6.00 pm Final co-ordination and division of tasks for action
After the action planning: Open space for what people feel is necessary 8 pm
Dinner
After Dinner: More Open Space (e.g.Videos, more discussion etc.)
Monday
7 am Waking up, quick Breakfast
8 am Leaving for court case (15 - 30 min. by train)
Contacts
aubonne@no-log.org
escanda-info@gmx.net
[www.aubonnebridge.net]
Schweiz-Einereiseverbot für deut. AktivistInnen
Aufgrund von Aktivitäten an der schweizerisch-italienischen Grenze in
Chiasso
im Zusammenhang mit dem G8- in Genua, haben die schweizerischen Behörden
gegen
2 deutsche AktivistInnen ein zunächst 5 jähriges Einreiseverbot verhängt,
das
auf deren Widerspruch zunächst auf 2 Jahre gekürzt wurde. Das Ergebnis der
Klage auch dagegen bleibt abzuwarten...
Im Sommer 2001 machten sich eine Fahrradkarawane von Bielefeld aus auf
Richtung Genua um gegen die Politik der G8 Staaten, die sich dort trafen
zu demonstrieren. 4 Leute blieben an der italienischen Grenze hängen,
daraufhin wurde ein Haus in der Grenzstadt Chiasso besetzt und Aktionen
gegen das Einreiseverbot gemacht. Unter anderem wurde dem deutschen
Generalkonsulat in Lugano ein Besuch abgestattet um auf die rechtswidrige
Praxis des BKAs hinzuweisen, Daten ( Demonstrationsteilnahme,
Ordnungswidrigkeiten, Verfahren, ohne auf deren Einstellung hinzuweisen)
an die italienischen und schweizer Behörden weiterzugeben. Zwei Jahre
später wurde ein Verfahren gegen einige,die im Konsulat oder davor waren
eingeleitet und sie wurden wegen mehrfachen Hausfriedensbruch verurteilt
(Aufenthalt im besetzten Haus in Chiasso und Besuch im Konsulat). Zwei
Monate später gabs als Bonbon noch ein 5-jähriges Einreiseverbot in die
Schweiz für zwei Personen, mit der Begründung , wir wären unerwünschte
Ausländer weil wir uns nicht gut benommen hätten. Auf den Einspruch hin,
daß es doch die Aufgabe eines deutschen Konsulats ist, die Interessen
deutscher Bürger im Ausland zu vertreten, es also einen legitimen Grund
gab, sich in diesem Konsulat aufzuhalten, und daß sich in dem besetzten
Haus in den Tagen vor Genua über 100 Personen aufgehalten haben,
Pressekonferenzen abgehalten wurden etc. bot das IMES (Integration,
Migration, Emigration Suisse) an, das Einreiseverbot auf zwei Jahre zu
reduzieren. Auf den Einwand hin, daß die vom BKA an Italien und die
Schweiz übermittelten Strafanzeigen alle eingestellt waren äußerte sich
das IMES folgendermaßen: Die Vielzahl der eingestellten Verfahren zeige
die mangelnde Einsichtsfähigkeit gegenüber staatlichen Ordnungsprinzipien.
Dieses Angebot der Einreiseverbotsreduierung auf 2 Jahre nahmen wir nicht
an und warten jetzt auf die entgültige Entscheidung der Beschwerdestelle
des EPJD (Eidgenössisches Justiz und Polizeidepartment).
e-Mail:: go-openup@gmx.de |
[indymedia.de, von Einreisewilliger - 12.04.2004 21:09]
gipfelsoli infogruppe
Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind
mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung
für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge
nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder.
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.FUCK THE SYSTEM!
14.04.2004
ralf@anarch.free.de (Ralf Landmesser)