Newsletter des Max-Stirner-Archivs Leipzig, November 2004
http://www.max-stirner-archiv-leipzig.de/
Liebe FreundInnen Max Stirners,
endlich gibt es ein paar Neuerscheinungen im Verlag Max-Stirner-Archiv
Leipzig:
1) Der Einzige, Heft 28 "Max Stirner und Individualität"
Inhalt des Heftes:
Kurt W. Fleming, Forschungsantrag abgelehnt
Peter A. Zima, Von Hobbes zu Stirner: Mensch, Naturzustand und Staat
Chrsitian Berners, Überlegungen zur kritischen Auseinandersetzung
mit dem Bildungsbegriff Hegels in den sogenannten kleineren Schriften
Stirners
Walter Seliger, Der Abgrund der Zeitlichkeit
Maurice Schuhmann, Marquis de Sade und Max Stirner
Die AbonnentInnen dieses Heftes werden damit jetzt beliefert.
Wichtig sei hier noch genannt, welche Themen für das nächste Jahr für
"Der Einzige" vorgesehen sind:
3. Februar 2005: "Max Stirner und Bruno Bauer"
3. Mai 2005: "Max Stirner und der Antisemitismus"
3. August 2005: "Max Stirner und Søren Kierkegaard"
3. November 2005: "Meinem Liebchen Marie Dähnhardt"
Wer sich an einem dieser Hefte als AutorIn beteiligen möchte, ist
herzlich dazu eingeladen. Wichtig ist aber die tremingenaue Abgabe des
Beitrages: das ist immer der 15. des jeweiligen Vormonats. Betreffs des
Umfangs eines solchen Beitrages gibt es keine Vorgaben.
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2) Vor kurzen erschien endlich ein ANDERER Stadtführer für Bayreuth, der
- auch wenn es anderen stinkt - von der Stiftung der Sparkasse Bayreuth
finanziert wurde. Dafür nochmals meinen Dank!
Das Besondere an diesem Heft ist, daß dem zugereisten Wagner nicht in
den Hintern gekrochen wird, sondern der verfemte Sohn der Stadt: Max
Stirner alias Johann Caspar Schmidt endlich der ihm gebührende Respekt
erwiesen und auch aufzeigt wird, warum die Stadt Bayreuth ein solches
Problem mit diesem unbequemen Philosophen hat.
Meine an die Stadt und Universität Bayreuth gerichtete Anfrage, was im
Stirner-Jahr 2006 unternommen wird, diesen Philosophen zu ehren, wurden
abschlägig beantwortet; anders gesagt: weder die Stadt noch die
Universität Bayreuth sind daran interessiert, Stirner zu ehren.
Eine solche Ehre könnte z.B. sein, Stirner zum Ehrenbürger zu machen und
der Universität Bayreuth den Namen Max Stirner zu geben. Aber ich weiß:
das sind naive Vorstellungen.
Paul Jordens: Der Einzige und seine Heimatstadt. Stirners Bayreuth - und
was davon geblieben ist. Leipzig 2004. Euro 5,00. ISBN 3-933287-53-7
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3) Ebenfalls habe ich Rolf Engerts Vorlesungen über Leben und Werk
Johann Gottfried Herders herausgegeben. Es ist mit Sicherheit die
"eigenartigste" Biographie, die je über Herder geschrieben wurde,
nämlich aus der Sicht eines "Stirnerianers", einmalig in der ganzen
Herder-Rezeption!
Rolf Engert: HERDER. 13 Vorlesungen. 289 Seiten, ISBN 3-933287-56-1;
14,90 Euro
Vorlesungen an der Kunsthochschule in Dresden 1950/51
Ebenfalls von Rolf Engert seine einzigen in sich abgeschlossenen
dramatischen Werke, erstmals hier zusammen- und vorgestellt:
Dramatische Werke: Der Phönix. Ein olympisches Spiel / Chrysippos. Eine
Tragödie / Durchtönte Larve. Eine Komödie- Leipzig 2003. Euro 20,00.
ISBN 3-933287-49-9
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Robert Schellwien: Der Wille und Max Stirner / Max Stirner. Zwei
philosophische Essays. ISBN 3-933287-59-6; 7,00 Euro
Hier handelt es sich um eine Reproduktion der 1892 sowie 1998
erschienenen Aufsätze.
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Dieser Newsletter und weitere folgende sollen auf aktuelle Publikationen
des Max-Stirner-Archivs aufmerksam machen.
Gleichzeitig rufe ich alle an Stirner Interessierte auf, sich mit
eigenen Beiträgen an der Zeitschrift "DER EINZIGE" zu beteiligen. Themen
gibt es genug, aber leider zu wenig MitarbeiterInnen. Derer wünsche ich
mir mehr. Leider kann ich aber kein Honorar zahlen.
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Weil es eine unwesentliche Aufregung eines oberlehrerhaften
individual-anarchistischen (?) "Stirnerianers" gab ob des Bildes auf
meiner Homepage, das angeblich einen schlafenden Obdachlosen unter einer
Brücke zeigt, so sei darauf hingewiesen, daß ICH dieser "Obdachlose"
bin. Das Bild wurde von einem meiner Schüler vor ca. 20 Jahren
aufgenommen. Ich habe mir erlaubt, auf etwas drastische, aber auch
komische Art und Weise auf die finanzielle Situation des Archivs
hinzuweisen. Wer diese Art des Spaßes nicht versteht, und wie die o.g.
Person zum Lachen in den Keller gehen muß, hat tatsächlich ein Problem.
Aber das ist nicht mein Problem. Wer das Archiv unterstützen will (und
nicht mich als Person), sei es finanziell oder durch ein Abo oder wie
auch immer, ist herzlich willkommen. Mit solcher Unterstützung möchte
ich geplante Projekte verwirklichen. In solchen Publikationen wird dann
auch darauf hingewiesen sein, daß sie mit Hilfe dieser Spenden
verwirklicht werden konnten.
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Wie einigen sicherlich bekannt, hatten wir - MSG, MSA und Uni Leipzig -
einen Antrag an die Deutsche Forschungs-Gemeinschaft gestellt, Gelder
für 2 (arbeitslose) Akademiker zu bekommen, deren Aufgabe darin bestehen
sollte, eine kritische Ausgabe der Werke Max Stirners vorzubereiten. Es
stand auch schon ein renommierter Philosophie-Verlag bereit, der die
angedachten 6 Bände veröffentlichen wollte.
LEIDER wurde der Antrag abgelehnt. Die Gründe kenne ich nicht.
Vielleicht erfahren wir diese Gründe einmal. Wir werden uns aber weiter
bemühen, Förderungsgelder für dieses Projekt zu bekommen.
Dies für heute!
Leipzig, 5.11.2004, Kurt W. Fleming
05.11.2004
anarchie.de