Der Höllenhund Castor hat sich ein Opfer geholt!
Wieder einmal hat sich gezeigt, daß die Atomgangster über Leichen gehen.
Bei den bisherigen Castor-Blockaden sind nur mit viel Glück einige Leute
mit dem Leben davongekommen. Diesmal hat die brutale Durchbruchstaktik der
Endlagerverbringer zu einem Todesopfer geführt. Nahe der deutsch-
französischen Grenze wurde am Sonntag ein junger französischer
Atomkraftgegner, Sébastian B. aus Lorraine (21), der sich an den Geleisen
festgekettet hatte, von der Castor-Lok überrollt und getötet. Andere
CastorblockiererInnen entkamen den Berichten zufolge nur knapp, drei
weitere sollen verletzt worden sein. Das "Unglück" soll sich kurz hinter
einer Kurve zugetragen haben. Trotz einer Notbremsung des Zuges im letzten
Augenblick wurde der 21jährige überrollt und ihm beide Beine abgetrennt.
Er starb wenig später an seinen schweren Verletzungen.
Es ist undenkbar, daß sich CastorblockiererInnen hinter einer
unübersichtlichen Kurve in quasi selbstmörderischer Absicht auf den
Schienen anketten. Diese so veröffentlichte Darstellung ist falsch, denn
sie widerspricht allen Erfahrungen und dem gesunden Menschenverstand.
Werden solche Aktionen gemacht, wird immer weit im Vorfeld der
herannahende Transport vor den menschlichen Hindernissen gewarnt, die
dieses Risiko ja nur eingehen, weil sie im Normalfall damit rechnen
können, daß sie nicht ermordet werden, sondern der Zug in sicherem Abstand
vor dem menschlichen Hindernis bremst. In diesem Fall war der Zug schon
einmal von auf Schienen angeketteten AtomgegnerInnen gestoppt worden. Mit
über 100 km/h raste er auf die "Unglücks"-Stelle zu, offenbar von
niemandem rechtzeitig zum Anhalten aufgefordert.
Hier kann nur der Fall vorliegen, daß die Castor-Durchbringer auf volles
Risiko gingen und damit rechneten, daß die DemonstrantInnen die Gleise
fluchtartig räumen. Ein solches Vorgehen das mit Leib und Leben der
DemonstrantInnen zynisch spielt, hat es schon vielfach gegeben und wird in
diesem Fall auch vorliegen. Ein solches Vorgehen erfüllt den Tatbestand
der "billigenden Inkaufnahme" des Todes von DemonstrantInnen und ist somit
als Mordversuch oder wenigstens als Versuch des Totschlages zu werten.
Alleine 2003 sollen 85 AtomgegnerInnen durch brutales Vorgehen der
"Ordnungskräfte" verletzt worden sein, einige davon schwer.
Es ist eine genaue Untersuchung aller Begleitumstände des Todes des jungen
Mannes zu fordern und die Bestrafung aller dafür Verantwortlichen, sowie
die entschädigungslose Entfernung der Hauptverantwortlichen aus dem Amt.
ZUR HÖLLE MIT CASTOR!
Kämpft für das Leben! Weg mit den verbrecherischen Atomfabriken des
kalkulierten Todes!
X1000mal quer!
Sofortige Abschaltung aller Atomanlagen - hier und anderswo!
Assoziation Radi@ktiver Whylmäuse [ARW]
08.11.2004
LPA-DE