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Liebe KollegInnen,
neu im LabourNet Germany am Freitag, 8. April 2005:
I. Diskussion > Gewerkschaften und die neuen alten Rechten >
Gewerkschafter als Opfer
Die Kommenden - This Account Has Been Suspended
"Vieles, mit dem sich die Redaktion des LabourNet Germany und der
Vorstand des Trägervereins tagtäglich auseinandersetzen muß, wird
nicht umgehend veröffentlicht, manches gar nicht. Vieles muß
anfänglich beobachtet, ausgewertet, juristisch dingfest gemacht, mit
KollegInnen besprochen und diskutiert werden.
Eines dieser unsäglichen Probleme ist die Auseinandersetzung mit
Nazis. Unzählige Nazi-Seiten gibt es im Netz, einige herausgegeben
von Spinnern, andere von sehr gefährlichen neuen oder alten Nazis,
die offen zur Gewalt gegen politisch Andersdenkende aufrufen. Wir
werden von vielen Menschen aus der ganzen Welt immer wieder darauf
aufmerksam gemacht, wenn unser Name oder Personen, die uns nahe
stehen, auf solchen Seiten genannt werden. Im Folgenden möchten wir
eine Auseinandersetzung dokumentieren, die langjährige Freunde von
uns, Gründungsmitglieder des LabourNet Germany, aktive linke
Gewerkschafter, Antifaschisten und auch uns betrifft...." Eine
Dokumentation von Ralf Pandorf und Mag Wompel vom 08. April 2005.
http://www.labournet.de/ diskussion/ rechten/ opfer/ kommende.html
II. Diskussion > (Lohn)Arbeit > sozialpolitische Aktionen und
Proteste
a) Aktion Agenturschluss
1) Anonyme Umfrage zu Ein-Euro-Jobs
Wie angekündigt, liegt nun die pdf-Ausgabe des Fragebogens (zum
Ausdrucken und Kopieren) in einer straffer und hübscher layouteten
Version vor
http://www.labournet.de/ agenturschluss/ fragebogen.pdf
2) WORKFARE IS NOT FAIR. AGENTURSCHLUSS DIE FORTSETZUNG
Zeitung zur Ein-Euro-Job Kampagne (pdf), die ab 15. April gedruckt
vorliegt
http://www.labournet.de/ diskussion/ arbeit/ aktionen/ agenturzeitung.pdf
b) Proteste gegen Ein-Euro-Jobs
1) Interessenvertretung für Ein-Euro-Jobber. Bundes-Arbeitsrichter
hält Arbeitskämpfe "arbeitnehmerähnlich Beschäftigter" für =
rechtlich
möglich
"Gewerkschaften lehnen Ein-Euro-Jobs arbeitsmarktpolitisch zumeist
ab. In Hamburg könnte sich ver.di trotzdem bald dazu durchringen,
eine Interessenvertretung für die "Arbeitsgelegenheiten" zu gründen.
Nach wochenlangen Beratungen hat der Hamburger Erwerbslosenrat der
Gewerkschaft ver.di am Mittwochabend die Bildung einer
Interessenvertretung für Hamburgs Ein-Euro-Jobber beschlossen.
Gleichzeitig beschloss das Gremium, dem Vertreter verschiedener
Arbeitslosengruppen angehören, einen Antrag an den
ver.di-Landesbezirksvorstand, Tarifverhandlungen für die
Ein-Euro-Jobber aufzunehmen..." Artikel von Andreas Grünwald in ND
08.04.05
http://www.nd-online.de/ artikel.asp?AID=70076&IDC=42
2) Zeit für Gegenwehr. Ein-Euro-Jobber fordern Abschaffung des
Arbeitszwangs. Betroffenenversammlung in Berlin. Widerstand soll
gebündelt werden
"Bundesweit wurden bisher an die 114000 Ein-Euro-Jobs geschaffen. Das
erklärte die Arbeitslosenaktivistin Angelika Wernike am Mittwoch auf
einer vom Berliner Sozialforum und der Berliner "Kampagne gegen Hartz
IV" organisierten Betroffenenversammlung von Ein-Euro-Jobbern in
Berlin...." Bericht von Thomas Konicz in junge Welt vom 08.04.2005
http://www.jungewelt.de/ 2005/ 04-08/ 017.php
III. Diskussion > (Lohn)Arbeit > Realpolitik > Hartz IV > 1-€-Jobs
a) 1-Euro-JobberInnen" sind gegen Arbeitsunfall versichert!
Kleine Handlungshilfe zu Unfallversicherung und Arbeitsschutz von der
Bundesarbeitsgemeinschaft der Erwerbslosen- und
Sozialhilfeinitiativen e.V.(BAG SHI) (pdf)
http://www.labournet.de/ diskussion/ arbeit/ realpolitik/ hilfe/ au_flug.pd f
b) Förderung des zivilgesellschaftlichen Engagements als Alternative
zu 1- Euro-Arbeitsgelegenheiten
Positionspapier des Bielefelder Arbeitskreis "1-Euro-Jobs und
gemeinnützigen Organisationen" vom Januar 2005 (pdf)
http://www.labournet.de/ diskussion/ arbeit/ realpolitik/ hilfe/ euro_biele .pdf
c) Club-Komfort vom Jobcenter
"Am Falckensteiner Strand soll in diesem Sommer eine Art
Club-Atmosphäre den Aufenthalt noch angenehmer machen. Kein
Reiseveranstalter, sondern das Kieler Jobcenter hat sich das
preisgünstige Angebot mit Kinderbetreuung, Beachvolleyball oder
Sonnenschirmverleih ausgedacht. Hinter dem Projekt "Strand-Gut"
verbirgt sich der Plan, Ein-Euro-Jobbern eine sinnvolle Beschäftigung
zu geben, von der auch Strandbesucher etwas haben." Für alle, die mal
"so richtig Baden gehen wollen", gerne mit Förmchen spielen, glauben,
das der Papst in den Himmel kommt oder 1-€-Jobs zusätzlich sind,
nähere Informationen in einem Artikel von Jürgen Küppers in den
Kieler Nachrichten vom 6.April 2005.
http://www.kn-online.de/ news/ archiv/ ?id=1619975
d) Für einen Euro in die Grauzone
"Wohlfahrtsverbände nutzen Hartz IV, um Personalnot zu lindern:
Allein bei den Samaritern sollen 50 Arbeitslose Zivi-Lücke schließen
und Pfleger entlasten. Doch der Grad zwischen Beschäftigungstherapie
und Arbeitsplatzverdrängung ist schmal...". Artikel von Eva Weikert in
der taz-Hamburg vom 7.April 2005.
http://www.taz.de/ pt/ 2005/ 04/ 07/ a0280.nf/ text.ges,1
IV. Diskussion > (Lohn)Arbeit > Realpolitik > Arbeitsamt und
Arbeitszwang > Bundesanstalt für Arbeit - Agentur wofür?
Weise kritisiert organisatorische Defizite bei Hartz-Reform
Der Chef der Bundesagentur Weise erkennt tatsächlich, dass der Umbau
der ehemaligen Arbeitsämter "kein genialer Wurf" ist. Zur
Dokumentation und um hier nochmals festzustellen, wer wirklich von
der Reform betroffen ist, ein Artikel von Thomas Maron in der
Frankfurter Rundschau vom 8.4.05.
http://www.fr-aktuell.de/ ressorts/ wirtschaft_und_boerse/ wirtschaft/ ?si d=2b3fb005d8848f23bb5b7f5489b7c1bb&cnt=658077
V. Diskussion > (Lohn)Arbeit > Realpolitik > Grundsätzliches zur
aktuellen Sozialpolitik
Nationalismus als Integrationsideologie
Das Beispiel Arbeitslosigkeit in der gegenwärtigen politischen
Debatte
"Nach Meinung der Spitzenpolitiker besitzt die hohe Arbeitslosigkeit
mittlerweile die Qualität eines "nationalen Unglücks", das zur
Stärkung der Nation behoben werden soll. Zu diesem Thema hielt der
Bundespräsident Horst Köhler am 15. März 2005 eine viel beachtete
Rede, Bundeskanzler Gerhard Schröder gab zwei Tage später eine
Regierungserklärung mit dem bezeichnenden Titel "Aus Verantwortung
für unser Land. Deutschlands Kräfte stärken", worauf die
CDU-Opposition einen "Pakt für Deutschland" anbot. Schließlich der
mediale Höhepunkt: Der Beschäftigungsgipfel zwischen der Regierung
und den größeren Oppositionsparteien. Die "Stunde der Patrioten", so
ein entsprechender Kommentar in der FAZ, schien gekommen...." Artikel
von Guenther Sandleben
http://www.labournet.de/ diskussion/ arbeit/ realpolitik/ allg/ sandleben.h tml
VI. Internationales > Israel > Friedensbewegung
Appell gegen die Lieferung von Caterpillar Bulldozer nach Israel
Die riesigen Bulldozer von Caterpillar sind auch eine Waffe. Unter
anderem werden sie gegen die Palästinenser eingesetzt, bereits über
12.000 Häuser wurden mit ihnen zerstört, Menschen starben in den
Trümmern. Schlagzeilen machte dies selten. Eine dieser Ausnahme war
als vor zwei Jahren die Friedensaktivistin Rachel Corrie von einem
dieser Ungetüme überrollt wurde.
Die USA sind gerade dabei im Irak dieselben Ungetüme einzusetzen. Der
kleinere der beiden, der D9 ist ca. 4 m hoch und 8 m lang und wiegt
mit Panzerung gut 60 Tonnen. Der D10 ist nochmal fast 15 Tonnen
schwerer.
Die US-Friedensbewegung hat anläßlich der Aktionärsversammlung von
Caterpillar am 13.4. zu einem Aktionstag aufgerufen. Kritische
Aktionäre wollen auf der Versammlung einen Appell mitsamt den bis
dahin gesammelten Unterschriften vorlegen, der den Konzern dazu
aufruft, seinem "eigenen Codex zur weltweiten Geschäftspraxis zu
genügen" und "den Verkauf von Bulldozern als Waffen sofort
einzustellen". Der Appell liegt in der deutschen Übersetzung der
"Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost" (EJJP in
Deutschland) vor. (pdf)
http://www.labournet.de/ internationales/ il/ caterp.pdf
Dort auch weitere Informationen. Der Appell kann auch online
unterzeichnet werden: www.petitiononline.com/stopcat/
Weitere Infos (auf englisch) gibt es auf der Homepage von "Stop
Caterpillar"
http://www.catdestroyshomes.org/
VII. Anfrage an unsere LeserInnen
Für einen Radiobeitrag im Deutschlandfunk sucht der Journalist
Christoph Scheuermann nach jemandem, der mehrere Jobs gleichzeitig
ausübt, und der sich trotz der vielen Arbeit nur knapp über dem
Minimum von dem bewegt, was man zum Leben braucht. "Da es ein
Radiobeitrag sein soll, möchte ich den Betreffenden gerne begleiten
und die Probleme von Mehrfachjobbern am konkreten Beispiel erklären.
Der Radiobeitrag soll baldmöglichst gesendet werden, so dass eine
rasche Rückmeldung für mich nötig ist." Kontakt:
ch.scheuermann@gmx.de und unter den Rufnummern 0221-589 88 87 und
0179-70514 85
Wir hingegen wünschen ein arbeitsfreies Wochenende!
Mag und Ralf
P.S. Wer Probleme mit den langen Links hat, kann unter
http://www.labournet.de/ news/ den Newsletter im html-Format öffnen und darüber problemlos surfen!
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LabourNet Germany: http://www.labournet.de/ Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah,
gesellschaftskritisch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and
unwaged
Le point de rencontre de tous les militants syndicaux progressistes,
qu`ils aient ou non un emploi
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LabourNet mailing list
LabourNet@labournet.de
http://labournet.de/ mailman/ listinfo/ labournet
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08.04.2005
Labournet