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SCHWERER ATOMUNFALL IN SELLAFIELD - ENGLAND
Wie das Deutschlandradio heute, Montag, 9.5.2005 meldete, ist es in der
britischen Wiederaufbereitungsanlage Sellafield zu einem schwerwiegenden
Atomunfall gekommen.
Etwa 20 Tonnen hochradioaktive Flüssigkeit ohne nähere Bezeichnung ist
nach einem Rohrbruch angeblich in ein Auffangbecken gelaufen. Eine Gefahr
für die Bevölkerung hat den Verlautbarungen zufolge selbstverständlich und
wie immer nicht bestanden. Der Unfall ereignete sich schon vor etwa zwei
Wochen.
Schon in den 1970er Jahren hatte es in der Anlage, die damals noch
Winscale hieß, einen folgenschweren Atomunfall gegeben, der beinahe einen
Super-GAU ausgelöst hätte. Weite Teile der Umgebung wurden verstrahlt und
die Bevölkerung nach Strich und Faden belogen. Um diesen Beinahe-GAU
schneller vergessen zu machen, nannte man die Anlage kurze Zeit später von
Winscale in Sellafield um.
Durch die giftigen "Abwässer" von Sellafield/Winscale ist die Irische See
heute die radioaktivste der Welt. Ähnlich dürfte es nur im französischen
La Hague in der Normandie aussehen, wo auch deutsche Abfälle zur
Endlagerung "wiederaufbereitet" werden.
In diesem Jahr will die englische Politik über den Neubau weiterer
Atomkraftwerke beraten ...
Auch SIEMENS-KWU steht zusammen mit der französischen FRAMATOME in den
Startlöchern die lange für 2005 angekündigten EPR-Siedewasserreaktioren
nicht nur im umliegenden Ausland und Frankreich zu bauen, sondern auch
wieder in OldGermoney, sobald die Merkelei an die Macht kommt.
RGL für LPA
09.05.2005
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