Twokmi Kimali
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Anarchie und Organisation
Diskussionbeitrag für Libertäres Camp 2005

Viele Menschen sehen Anarchie und Organisation als Widerspruch, viele setzen „Anarchie“ mit Chaos gleich. Dabei ist Anarchie die ideale Gesellschaftsform und bedeutet deshalb auch die bestmögliche Organisation der Gesellschaft.
Die bestehenden Machtstrukturen, der militärisch-industrielle Komplex, die multinationalen Konzerne, die Interessen imperialistischer Staaten produzieren im besten Fall eine herrschende Gewaltordnung oder sogar das organisierte Chaos.

Die anarchistische Organisation muß auch unter den heutigen Bedingungen in sich das Bild der zukünftigen Gesellschaft widerspiegeln.
Sein und Bewußtsein unterstehen einer Wechselwirkung, ohne grundlegende ökonomische Veränderungen, ohne die Beseitigung der herrschenden Verhältnisse wird aber die anarchistische Organisation immer nur von Etappe zu Etappe schreiten können.

Handlungsfähigkeit und innere Basisdemokratie stehen in einen gewissen Widerspruch zu den nötigen Schutz vor der staatlichen Repression und dem auch unter uns oft verbreiteten rückständigen Bewußtsein. Die anarchistische Organisation unter den heutigen Verhältnissen muß einerseits tauglich sein gegenüber den Staatsapparat bestehen zu können, andererseits ist der Weg das Ziel. Ein gewisser Pragmatismus ist also angebracht.

In einen Punkt hat eine Organisation, die keine Führungspersonen mit tatsächlichen Machtbefugnissen hat, sogar Vorteile gegenüber den Staatsapparat, mit Repression gegen einzelne kommt der Staat dann nämlich keinen Schritt weiter.

Auch ein weiterer Punkt bringt Vorteile, die Verlagerung der Entscheidungen auf die untersten Ebenen und auf die Menschen, die mit der jeweils zu entscheidenden Sache auch tatsächlich befaßt sind. Solche Entscheidungen sind nämlich viel weniger der Gefahr unterzogen, Fehlentscheidungen werden zu können wie die Entscheidungen einer irgendwo sitzenden Führung.

Konkret kann eine anarchistische Organisation unter den heutigen Bedingungen nur auf der Basis von kleinen Einheiten/Zellen funktionieren. Menschen die an den gleichen praktischen Ansätzen arbeiten schließen sich zusammen und vernetzen sich. Menschen, die an den gleichen Inhalten arbeiten ebenfalls. Jede/r sollte mindestens an einer praktischen Sache und an einer inhaltlichen arbeiten.

Die größeren Ebenen der Gesamtorganisation sollten sich nur mit weitergehenden Grundsatzentscheidungen befassen, ansonsten sollten die kleineren Einheiten größtmögliche Autonomie besitzen. Schwerfällige, wochenlange Diskussionen um Details oder Beschlüsse, die andere ausführen sollen wie die, die sie gefaßt haben, tragen eher zur Frustration bei.

Die anarchistische Organisation darf nicht zu einer Gruppe von Berufsrevolutionär/inn/en verkommen. Viele von uns sind einer Reihe von gesellschaftlichen und beruflichen Pflichten unterworfen, ständige Plena bis tief in die Nacht sind für die meisten nicht machbar. Wir brauchen die gesellschaftliche Verankerung und alle Menschen die bereit sind, sich uns anzuschließen. In vorrevolutionären Zeiten sowieso und auch sonst nicht kann nicht verlangt werden, das eigene Leben komplett der Organisation unterzuordnen.

Es wird Funktionen und Befugnisse auf Zeit geben müssen. Solange die Gewählten jederzeit abberufbar sind und sie in den Meinungsbildungsprozeß der kleineren Einheiten einbezogen sind
muß dies in Ordnung sein können. Es ist in jeden Fall besser wie theoretisch hierarchiefrei zu agieren, sich aber doch - oft bedingt durch fehlendes eigenes Engagement – anderen unterzuordnen.

Kurz gesagt, der Geist der Freiheit und Solidarität muß zu spüren sein. Andere fortschrittliche Organisationen und Außenstehende sollten ihn spüren können. Nur so können wir glaubwürdig für die soziale Revolution kämpfen.

Diskussionsbeitrag aus AnaRKomM


Artikel hier erfasst: 24.05.2005

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