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(de) Gedenktafel-Anbringung auf dem Frankfurter Flughafen

A - I N F O S N E W S S E R V I C E http://www.ainfos.ca/ <p>Knapp 300 Menschen, weniger als erwartet, setzten am vergangenen Samstag die Demonstration auf dem Frankfurter Flughafen anläßlich der Todestage von Aamir Ageeb und Naima Hadjar durch. Die Fraport hatte vorher zwar die symbolische Anbringung der Gedenktafel für die Todesopfer der Abschiebepolitik zugestanden, wollte eine Demo aber unbedingt verhindern, wie der Leiter der Flughafen-Security noch am Samstagmorgen telefonisch versicherte. Die Eingänge des Flughafen-Bahnhofs und der ursprünglich als Ort der Auftaktkundgebung geplante Bereich A im Terminal 1 waren dann auch von einem enormen Polizeiaufgebot in Kampfanzügen belagert. Um dennoch die Demonstration durchführen zu können, war der Treffpunkt für die DemonstrantInnen jedoch insgeheim in den Bereich B verlagert worden, wo wir uns dann sammelten und die erste Kundgebung durchführten. Diese und der Demonstrationszug wurden schließlich - gegen alle Ankündigungen - geduldet. Es hätte wohl auch nicht so gut ausgesehen, hier gegenüber den TeilnehmerInnen - teils mit Blumen in der Hand - ein größeres Gerangel anzufangen. <p>Fazit: als erfolgreich können wir die Durchsetzung der Demo betrachten, und auch die kurzfristige Duldung der Gedenktafel an einem nicht zu abgelegenen Ort. Etwas enttäuschend dagegen die relativ geringe Anzahl der 300 TeilnehmerInnen. <p>Fotos der von der Demo können im Internet angeschaut werden: http://www.arbeiterfotografie.com/ galerie/ reportage/ Die Fotografen weisen darauf hin, daß die Bilder für nicht kommerzielle Zwecke gerne kostenlos verwendet werden können, für Flugblätter, Zeitungen, Internet,... es solle jedoch die Autorenangabe 'arbeiterfotografie' nicht fehlen und eine Mitteilung über die Verwendung bzw. Zusendung eines Belegexemplars gemacht werden: Arbeiterfotografie - Forum für Engagierte Fotografie Merheimer Str. 107 D-50733 Köln Tel: 0221/727 999 Fax: 0221/732 55 88 eMail: arbeiterfotografie@t-online.de Web: www.arbeiterfotografie.com <p>es folgen zwei Presseartikel aus Frankfurter Rundschau und junge Welt: <p>--- <p>Frankfurter Rundschau 28.05.2001 <p>"Trauer um alle Opfer, Wut über Abschiebepolitik" Aktionsbündnis bringt im Flughafen eine Tafel zum Gedenken an drei tote Asylbewerber an Rund 300 Personen haben am Samstag am Frankfurter Flughafen gegen die Abschiebepraxis demonstriert und eine Gedenktafel für drei Menschen angebracht, die während des Abschiebeverfahrens starben. Die Demonstration verlief ohne Zwischenfälle. Die Tafel wurde schon am Abend wieder entfernt, darauf hatten sich Veranstalter und Flughafengesellschaft verständigt. <p>Am heutigen Montag, 28.Mai, jährt sich der Todestag des Sudanesen Aamir Ageeb zum zweiten Mal. Zum Gedenken an ihn, sowie an den Nigerianer Kola Bankole, der am 30. August 1994 starb, und die Algerierin Naimah Hadjar, die sich am 6. Mai des vorigen Jahres das Leben nahm, brachten Mitglieder des "Aktionsbündnis gegen Abschiebungen Rhein-Main" am Samstagmittag eine Gedenktafel am Eingang 2 der Abflughalle A im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens an. Demonstranten legten an der Tafel Blumen nieder. <p>Bankole und Ageeb seien während ihrer Abschiebung "in Lufthansamaschinen durch Beamte des Bundesgrenzschutzes gewaltsam zu Tode gebracht" worden, Hadjar habe sich am 238.Tag ihrer Abschiebehaft aus Angst vor der Abschiebung im "Internierungslager am Frankfurter Flughafen" das Leben genommen, war auf der Tafel zu lesen: "In Trauer um diese und alle anderen Opfer, in Wut über die deutsche Abschiebepolitik." Die Gedenktafel sollte noch am Samstagabend wieder entfernt werden. Darauf hatten sich das Aktionsbündnis und die Flughafengesellschaft Fraport im Vorfeld der Protestkundgebung verständigt. Der dauerhaften Anbringung einer Gedenktafel könne nicht zugestimmt werden, bekräftigte Fraport-Sprecher Wolfgang Schwalm. Es gebe deswegen verschiedene Anfragen unterschiedliche 29.05.2001

"AG3F"

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