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| (de) Bolivien: Buerokratie erstickt Volksbewegung (en) |
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A - I N F O S N E W S S E R V I C E http://www.ainfos.ca/ <p>(Uebersetzung ins Englische von Robby Barnes und Sylvie Kashdan) DIE BUEROKRATIE ERSTICKT DIE BEWEGUNG DES BOLIVIANISCHEN VOLKES (15. Mai 2001) von Juventudes Libertarias (Anarchistische Jugend), Bolivien<p>Ende April 2001 war die Unzufriedenheit weit verbreitet und die Volksbewegung stellte eine ernsthafte Bedrohung fuer die Regierung Banzer dar. ArbeiterInnen in den meisten Industriezweigen leisteten Widerstand gegen die staatlichen Strukturen und Institutionen und gegen den Kapitalismus selbst. Die nationale Versammlung der COB fand ebenfalls Ende April statt. Ihre Delegierten stimmten fuer eine voellige Blockade aller Autobahnen im ganzen Land als ein Weg, den Ruecktritt der Regierung Banzer und das Ende des Neoliberalismus zu fordern. Die Versammlung wurde aber von Leuten manipuliert, die die Regierung unterstuetzen, Delegierte wurden bestochen und Felipe Quispe "El Mallku" wurde wiedergewaehlt. Trotzdem konnten die Delegierten der Versammlung ein paar radikale Beschluesse verabschieden; diese wurden aber spaeter von Quispe ignoriert, als er anfing, die Bevoelkerung mit uneindeutigen und widerspruechlichen Erklaerungen zu verwirren. Zum Beispiel kuendete er an einem Tag entschlossen an, die Autobahnblockaden wuerden am 1. Mai beginnen, am naechsten Tag sagte er, sie wuerden frueher anfangen, und spaeter sagte er, sie wuerden auf Ende Mai verschoben. Das tat er willkuerlich, ohne sich mit anderen zu beraten. Quispe griff auch andere am Kampf beteiligte Gruppen an und liess alle moeglichen vagen Beschuldigugen gegen diese los. Schlisslich kuendigte er am 28. April an, dass die Autobahnblockaden um einen Monat verschoben wuerden, und dies nahm der Volksbewegung viel von ihrer Staerke. Aber die COB-Delegierten beschlossen, mit dem Protest weiterzumachen und am 1. Mai begannen 5000 ArbeiterInnen einen Marsch von Oruro nach La Paz. Sie kamen am 9. Mai in La Paz an, aber inzwischen hatten die Buerokraten bereits mit der Regierung verhandelt. Nur Stunden bevor cirka 4.000 ArbeiterInnen in La Paz eintreffen sollten, zu einem Zeitpunkt, als alles auf eine wirklich aufstaendische Situation hindeutete, die die Regierung Banzer stuerzen wuerde, hat die Central Obrera Boliviana (COB, der bolivianische Gewerkschaftsdachverband) einen Handel mit der Regierung geschlossen. Die fast 4000 ArbeiterInnen, die seit 9 Tagen 200 km ueber die Altiplano-Autobahn gelaufen waren, erreichten das Zentrum von La Paz kurz nach Mittag. Die Welle der Konflikte begann einen Monat zuvor, als BaeuerInnen, die in der Region Chapare Coca anbauen, einen Marsch zur Hauptstadt unternahmen, dann die Autobahn zwischen Santa Cruz und Cochabamba blockierten. Sie zeigten ihre Opposition gegen das Regierungsprogramm zur Vernichtung von Coca. Die Spannungen verstaerkten sich, als die Confederacion de Campesinos (Bauernkonfoederation) damit drohte, die Autobahnen zu blockieren, um die Anerkennung ihrer Forderungen durchzusetzen. Es folgte ein Streik der Angestellten der staatlichen Krankenversicherungen, ein freiwilliger Hungerstreik von 3.500 RentnerInnen, die eine Erhoehung der Renten forderten, und Proteste gegen den schlechten Zustand der Autobahnen von der Gewerkschaft der TransportarbeiterInnen. Dann schloss die Regierung Banzer mit allen beteiligten Gruppen Abkommen. Im Jahr 2000 verursachte eine aehnliche Protestwelle fast den Sturz Banzers und des gegenwaertigen oekonomischen Systems. Befreit von der Herrschaft der Buerokratie engagierten sich Gruppen von Ausgebeuteten in direkten Aktionen und bauten wirkliche Basisorganisationen auf, die Spontaneitaet und Initiative in die potentiell revolutionaere Situation einbrachten. Bemerkenswert unter den Forderungen der vielen Gruppen war die nach Ruecknahme der kapitalitischen neoliberalen Politik und die Ausweisung der transnationalen Kon
29.05.2001
I-AFD_2@anarch.free.de (FdA/IFA Hamburg)
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