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A-infos-de Nachrichtensammlung, Band 56, Eintrag 4

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1. Einladung zum Anarchistischen Café am 31.01.2010 um 19 Uhr in der LC 36 (a-infos-de@ainfos.ca) 2. [Braunschweig] Anarchist Teapot: Babylon?s burning - Arbeitskampf und Gewerkschaftsverbot (a-infos-de@ainfos.ca)

Message: 1 Date: Mon, 18 Jan 2010 18:40:52 +0100 From: a-infos-de@ainfos.ca Subject: (de) Einladung zum Anarchistischen Café am 31.01.2010 um 19 Uhr in der LC 36 To: a-infos-de@ainfos.ca Message-ID: <4B549D24.10300@googlemail.com> Content-Type: text/plain; charset="utf-8"; Format="flowed"

Anarcha-Feminismus: Ein Ansatz der noch ausgearbeitet werden muss ---- =

Der Vortrag spannt einen Bogen von den Anfängen der anarchistischen und =

feministischen Bewegung über die Anarcha-FeministInnen der Mujeres =

Libres, dem Syndikalistischen Frauenbund, den Anarcha-Femistinnen der =

1970 Jahre bis hin zu den neusten Erscheinungen der anarchistische und =

feministischen Bewegungen. Dabei verknüpfen sie Biographien mit =

Bewegungsgeschichte und Theorie. So entsteht ein lebendiges Bild einer =

zu Unrecht von der Geschichtsschreibung marginaliserten Bewegung, die =

darüber hinaus sowohl von eingefleischten Feministinnen als auch von =

AnarchistInnen nur all zu oft ebenso zu Unrecht ignoriert wurde.

Die beiden jungen Anarchistinnen(1) nehmen uns mit auf eine Reise durch Zeit, Raum und Theorie. Wenn sie selbst auch lieber fragend voranschreiten, als all zu leichtfertig Antworten in die Welt zu entlassen, so gewähren sie uns doch einen profunden Einblick in eine Bewegung, die mehr als eine Wurzel hat. Diejenigen die weder etwas über die anarchistische noch die feministische Bewegung wissen, werden die Veranstaltung reichhaltig und fundiert informiert verlassen. Aktivistinnen beider Bewegungen, werden über die jeweils andere Bewegung neues erfahren und ggf. das eine oder andere Vorurteil verlieren lernen. Obwohl der Anarchismus die ?Ablehnung jeder Herrschaft des Menschen über den Menschen? und die ?Ablehnung jeder Ausbeutung des Menschen durch den Menschen? postuliert, haben sich Frauen von Beginn der anarchistischen Bewegung bis heute dazu gezwungen gesehen ihren eigenen ?feministischen? Standpunkte innerhalb der anarchistischen Bewegung explizit zu vertreten. Dabei haben sie sich immer, mehr oder weniger stark, von bürgerlichen und (Partei-)Kommunistischen Feministinnen distanzieren müssen. Oft wendeten sie viel Energie auf, um ihre Positionen in gemischgeschlechtlichen Organisationen zu entwickeln und zu vertreten. Aber es gibt auch zahlreiche Beispiel für eine autonome Organisierung der Anarchistinnen. Andererseits haben auch immer wieder Frauen in der feministischen Bewegung anarchistische Ideen und Prinzipien übernommen und sich früher oder später von auftauchenden reaktionären Strömung= en im Feminismus distanziert. So treffen sich immer wieder Anarchistinnen und Feminsitinnen, ohne jedoch bisher eine geschlossene > >Anarcha-Feminisistische Theorie< abgeliefert zu haben. Dies ist auch sicher nicht im Interesse der Autorinnen der gleichnamigen Broschüre der Arbeitsgruppe Anarchafeminismus der libertären Aktion Winterthur. Vielmehr geht es ihnen darum mit AnarchistInnen und Feministinnen (und vielleicht sogar auch mit antipatriachalen Männergruppen?) in eine Diskussion darüber zu kommen, wie beide Ansät= ze heute miteinander verknüpft werden können. Dabei geht es neben der Theorie auch um praktische Konsequentzen für eine anarcha-feministische Bewegung. Beim Anarcha-Feminismus handelt es sich, so jedenfalls die These der Referentinnen, trotz einer langen Geschichte und einer eindrucksvollen Ahnenreihe aktuell noch immer um einen ?Ansatz der noch ausgearbeitet werden muss?.?

Alle zusammen werden wir uns nach dem Vortrag mit den beiden Referentinnen über Stärken und Schwächen, sowie Potentiale und mögl= iche Synergieeffekte die aus einer Verschmelzung von anarchistischer und feministischer Theorie und Praxis (!) entstehen können, unterhalten. Vielleicht fangen wir ja auch schon direkt damit an?!

(1) Oxana Jakowa und Juanita Martinez, sind zwei von der Wirtschaftskrise betroffene StudentInnen, die ihre Freizeit gezwungenermassen mit solchen Aktivitäten verbringen müssen. ; )

Los geht der Vortrag gegen 19 Uhr in der LC 36 am Hans-Böckler-Platz, ab 18 Uhr gibt es lecker veganen Kuchen und Kaffe und Kaltgetränke!

Eintritt kostet das ganze wie immer nicht, allersdings freuen wir uns sehr über Spenden zur Finanzierung der VA, da die beiden doch einen weiten Weg zurück legen.

a_cafe_k-A-riseup.net

Message: 2 Date: Mon, 18 Jan 2010 18:42:43 +0100 From: a-infos-de@ainfos.ca Subject: (de) [Braunschweig] Anarchist Teapot: Babylon?s burning - Arbeitskampf und Gewerkschaftsverbot To: a-infos-de@ainfos.ca Message-ID: <4B549D93.90906@googlemail.com> Content-Type: text/plain; charset="utf-8"; Format="flowed"

Wir informieren euch über die Auseinandersetzungen bei Babylon sowie den =

aktuellen Stand zum Gewerkschaftsverbot. ab 19 Uhr 30 ---- Das Berliner =

Traditionskino ?Babylon Mitte? ist für sein alternatives anspruchsvolles Programm bekannt. Das halbkommunale Programmkino im =

aufwendig restaurierten und Denkmalgeschützten Spielort wird als =

einziges freies Kino der Stadt vom rot-roten Senat unterstützt und =

behauptet sich trotz Krise gut. Leider hat sich dieser Erfolg bisher =

nicht auf die Arbeitsbedingungen übertragen. Die Angestellten haben die =

Dinge in die eigenen Hände genommen. Sie haben genug von der schlechten =

Bezahlung (5,50 bis 8 Euro pro Stunde), befristeten Arbeitsverträgen, =

Kündigungen unmittelbar vor Ablauf der sechsmonatigen Probezeit etc.

Einige MitarbeiterInnen beschlossen, sich gewerkschaftlich zu organisieren und traten der Freien Arbeiterinnen und Arbeiter Union =

(FAU) bei. Nach einem turbulenten Start und der versuchten Kündigung =

mehrerer Gewerkschafter legte die FAU am 6. Juni 2009 einen Entwurf für =

einen Haustarifvertrag vor. Die Geschäftsleitung erklärte daraufhin, si= e =

erkenne die FAU als Verhandlungspartner nicht an und versucht ihre =

Interessen mit Polizeigewalt und Justiz durchzusetzen. Das Berliner Landgericht hat der FAU Berlin das Recht abgesprochen, sich =

Gewerkschaft zu nennen - was einem de facto - Gewerkschaftsverbot gleich =

kommt.

Wir informieren euch über die Auseinandersetzungen bei Babylon sowie den =

aktuellen Stand zum Gewerkschaftsverbot.

Veranstaltung der FAU Braunschweig www.fau.org/ortsgruppen/braunschweig/

Ort: Nexus Braunschweig - www.dasnexus.de Wann: 02.02.10 - 19:30uhr

A-infos-de mailing list A-infos-de@ainfos.ca http://ainfos.ca/ cgi-bin/ mailman/ listinfo/ a-infos-de Ende A-infos-de Nachrichtensammlung, Band 56, Eintrag 4

19.01.2010

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