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[LPA] (de) FuckUshima! - Der Wind hat sich gedreht.

FuckUshima! - Der Wind hat sich gedreht.

Es ist wieder passiert - und es wird wieder passieren!

Japanische Hightech-Atomkraftwerke sind besonders erdbebensicher gebaut, so hat man uns jahrzehntelang erzšhlt. Jahrzehntelang haben wir gewarnt, mittlerweile fast 40 Jahre lang, dass atomare Energieerzeugung letztendlich keine in allen Aspekten beherrschbare Technologie ist und fŁr hunderttausende Jahre lebensgefšhrlichen GiftmŁll produziert. Kaum 5.000 Jahre reicht das Gedšchtnis der Menschheit zurŁck... manchmal nicht einmal fŁnf.

Nun hat ein einziges schweres Erdbeben dazu gef√ľhrt, da√ü gleich mehrere der sechs japanischen Atommeiler in Fukushima1, einem der gr√∂√üten AKWs der Welt, sich im Stadium eines unkontrollierbaren GAU, dem Gr√∂√üten Anzunehmenden Unfall, befinden. Zur√ľckzuf√ľhren ist dies u.a. auch darauf, dass vers√§umt wurde, in die Druckbeh√§lter Notventile einzubauen. Mindestens zwei Druckbeh√§lter sind schon undicht. In Fukushima lagert gen√ľgend Brennmaterial um damit 15 Atomkraftwerke zu best√ľcken. Eine final unkontrollierbare Kernschmelze steht kurz bevor oder hat wahrscheinlich schon begonnen. Es ist schon wirklich bizarr, da√ü einem AKW, das dirket am Wasser gelegen ist, das K√ľhlwasser fehlt... Nach der weltweit g√ľltigen Katastrophenstaffel INES wurde Fukushima1 inzwischen von unabh√§ngigen Instituten auf INES_6 hochgestuft, das ist die zweith√∂chste Kategorie. http://de.wikipedia.org/ wiki/ Internationale_Bewertungsskala_f√ľr_nukleare_Ereignisse

Von TOSHIBA wurden einige der Fukushima-Meiler gebaut (AP1000 design), andere, darunter Block1, nach "GENERAL ELECTRIC Mark 1 containment design". Die GE-Container wurden schon 1971 von US-Wissenschaftlern als unsicher kritisiert. Ein Boykott dieser Firmen sollte ebenso erfolgen, wie der aller anderen AKW-Betreiber, -Hersteller und -Nutznießer. http://www.finanznachrichten.de/ nachrichten-2011-03/ 19643454-erdbeben-stichwort-toshiba-016.htm http://www.benzinga.com/ news/ 11/ 03/ 930863/ dangers-of-general-electrics-mark-1-reactors-known-for-40-years-ge http://www.cnic.jp/ english/ [atomkritische site aus Japan]

Die Fukoshima1-Meiler sind offenbar teils auch mit schneller schmelzenden, risikoreicheren Mischoxid-Brennelementen (MOX) aus Brennstabrecycling best√ľckt (30-40% der Brennelemente eines Reaktorkerns in denen zu 7-8% das t√∂dlichste radioaktive Gift Plutonium verwendet wird, Halbwertszeit 28.000 Jahre...). Dem Anschein nach haben diese MOX-Brennst√§be das Durchgehen des Blocks Nr. 3 in Fukushima1 beschleunigt und um das Risiko massiver Putoniumfreisetzung angereichert. Von kritischen Wissenschaftlern wird die Menge einer m√∂glichen Freisetzung radiaktiver Isotope aus MOX-Elementen als doppelt so hoch im Vergleich zu √ľblichen Uranbrennst√§ben angesehen. Wie viele MOX-Brennst√§be im trockengelaufenen Hexenkessel des Abklingbeckens des mehrfach brennenden Reaktor4 lagern (wo sie normalerweise f√ľnf Jahre bleiben m√ľssen bevor sie endgelagert werden), ist v√∂llig unklar. Im Becken sind auch die wegen Wartungszwecken aus dem Reaktorkern entnommenen im Betrieb befindlichen neuen, sehr heissen Brennst√§be des Reaktor4. "Aus physikalischen Gr√ľnden reduziert der Einsatz von MOX-Brennstoff die Wirksamkeit der Steuerst√§be, macht den Reaktor instabiler und erh√∂ht das Risiko, dass ein Unfall zur Katastrophe wird." http://www.robinwood.de/ Atomtransporte.283.0.html "MOX-Brennst√§be sind in rund der H√§lfte der deutschen Atomreaktoren im Einsatz." (Geenpeace) http://nuclearstreet.com/ nuclear_power_industry_news/ b/ nuclear_power_news/ archive/ 2010/ 09/ 17/ fukushima-to-restart-using-mox-fuel-for-first-time-091704.aspx

Die Folgen der Katastrophe sind im dichtbesiedelten Japan unvorstellbar - Hunderttausende sind schon auf der Flucht und k√∂nnen m√∂glicherweise nie mehr in ihre Heimat zur√ľckkehren. Die Evakuierungszone wird st√§ndig ausgeweitet - Experten aus den USA halten mindestens 50 km f√ľr notwendig. ZigMillionen Menschen sind bedroht, alleine 35 Millionen im Gro√üraum Tokio. Hochgiftige radioaktive Stoffe werden durch Wind - und Wasserstr√∂mungen √ľber den ganzen Erdball verteilt. Ein gr√∂√üeres Desaster als das schon grauenerregende Tschernobyl, vor 25 Jahren in der Ukraine, droht und scheint kaum noch aufhaltbar. In einer Meldung dieser Tage hie√ü es, v.a. Wildschweine aus von Tschernobyl-fallout betroffenen Gegenden Deutschlands seien immer noch zu 30% wegen zu hoher Strahlenbelastung mit Caesium 137 ungenie√übar, ebenso wie die Pilze die sie dort im Wald fressen. Der SuperGAU verseucht die Sau. http://www.frankenpost.de/ nachrichten/ hofrehau/ rehau/ art2452,1465276 Dabei w√§re das Szenario in Japan voraussehbar gewesen: am 4. November 1952 hat ein √§hnliches Erdbeben der St√§rke 9 auf der Richterskala vor der S√ľdostk√ľste der nahegelegen russischen Halbinsel Kamtschatka stattgefunden. Dem folgte ein Tsunami, der die Kleinstadt Sewero-Kurilsk auf der benachbarten Kurilen-Insel Paramuschir g√§nzlich zerst√∂rte. Der n√§chste SuperGAU k√∂nnte √ľbrigens in Mexico auf dem Programm stehen, wo bei Laguna Verde, am erdbebengef√§hrdeten Golf von Mexico, ein Fukushima-baugleicher Reaktor als Zeitbombe steht... http://amerika21.de/ meldung/ 2011/ 03/ 25949/ protest-atom-mexiko

√úbrigens: wer den Medien nicht traut, kann die Welt-Erdbebenaktivit√§t hier (zur√ľck)verfolgen - vor Japan, Ostk√ľste von Honshu, bebt weiter ununterbrochen der Seegrund bei Werten von 4,x bis nahe6 auf der Richterskala: http://geofon.gfz-potsdam.de/ db/ eqinfo.php

Und hier gibts die aktuellen Lage-Infos der Gesellschaft f√ľr Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS mbH): http://www.grs.de/ de

In Canada ersch√ľtterte ein kleines Beben der St√§rke 4,3 auf der Richterskala am 16.03.2011 die Gegend zwischen Montreal und Ottawa, so wurde gemeldet - verortet hat es die GFZ Potsdam aber in S√ľd-Ontario ... also bei Toronto. Das Beben setzte ausgerechnet die "website for Earthquakes Canada, the federal monitoring body" schachmatt... Auch in Canada kam es zu einem "kleinen" St√∂rfall: ein AKW bei Toronto hat infolge eines Pumpenlecks am Montag 73.000 Liter mit Tritium verseuchtes Wasser in den Ontario-See abgelassen.

In Deutschland wird gebetsm√ľhlenartig wiederholt (die alte Leier), da√ü "unsere" Atomkraftwerke absolut sicher sind - todsicher. Das beweist ja schon die Liste Dutzender kleiner und mittlerer St√∂rf√§lle innerhalb von Jahrzehnten, die teils erst mal unter den Teppich gekehrt wurden. Rein sch√∂nrechnerisch gibt es ja nur alle 100.000 Jahre eine Kernschmelze in Atomreaktoren - mittlerweile haben wir weltweit schon mindestens vier davon. Auch Tsunamis und gef√§hrliche Erdbeben g√§be es in Deutschland nicht, so h√∂rt mensch. Wirklich nicht? Schauen wir uns einmal die FAKTEN an:

Am 18. Oktober 1356 wurde die Stadt Basel in der Schweiz, nahe der deutschen Grenze, von einem verheerenden Erdbeben der St√§rke 8 und nachfolgenden Br√§nden fast v√∂llig zerst√∂rt. Es gab nur deswegen nicht mehr als rund 300 Tote, weil die meisten Menschen bei leichteren Vorbeben aus der Stadt aufs offene Feld gefl√ľchtet waren. Basel liegt, wie andere n√∂rdlichere St√§dte, am tektonisch aktiven Rheingraben, der sich bis nach Norddeutschland hinauf zieht. Bei einem basel√§hnlichen Erdbeben bei K√∂ln w√ľrde vom 600 Jahre lang aufget√ľrmten K√∂lner Dom nicht viel √ľbrig bleiben. K√∂ln hat in historischer Zeit aber schon zwei vernichtende Erdbeben erlebt: unter den R√∂mern eines, bei dem sich teils der Boden verfl√ľssigte und noch eines hunderte Jahre sp√§ter. Daf√ľr gibt es starke Indizien. Der K√∂lner Dom wurde auf den antiken Ruinen errichtet.

Am 13. April 1992 ersch√ľtterte ein Erdbeben von 5,9 (nach anderen Quellen bis 6,1) auf der Richterskala die deutsch-niederl√§ndische Grenzregion bei Roermond. Das war vorerst das letzte gr√∂√üere Erdbeben in Deutschland mit Geb√§ude- und Personensch√§den. Aber es gab vorher andere Beben, sogar mit Toten.

In der Vulkan-Eifel gibt es noch virulente Magmablasen, der hessische Vogelsberg war einst der gr√∂√üte Vulkan Europas (zum Gl√ľck schon sehr, sehr lange erloschen), aber die letzten Vulkane in S√ľdfrankreich haben erst vor 3.000 Jahren das letzte Mal Feuer gespuckt. Erdgeschichtlich war das vor ein paar Sekunden... . Menschen denken jedoch nicht in geologischen oder auch nur historischen Zeitr√§umen, sondern nur so weit ihr kurzes Ged√§chtnis reicht.

http://www.altbasel.ch/ dossier/ erdbeben.html http://de.wikipedia.org/ wiki/ Erdbebengebiet_Kölner_Bucht http://terra-x.zdf.de/ ZDFde/ inhalt/ 30/ 0,1872,7104926,00.html http://www.lgrb.uni-freiburg.de/ lgrb/ aktuell/ presse/ pressemitteilung_020908

Trotz der bekannten Erdbebengef√§hrdung am Rheingraben wurden l√§ngs des Rheins und an seinen Nebenfl√ľssen (Neckar) Atomkraftwerke gebaut. http://web.de/ magazine/ nachrichten/ erdbeben/ 12374212-starkbeben-risiko-gefaehrdet-deutsche-akw.html

Aber es gibt neben m√∂glichen (allzu)menschlichen Fehlleistungen, Terroristen- und Cyberangriffen und zuf√§lligen Flugzeugabst√ľrzen nicht nur Erdbebengef√§hrdungen f√ľr AKWs. Seuchengefahren (Pandemien) k√∂nnen das Personal der Kraftwerke ausschalten und so zu unkontrollierten AKWs f√ľhren, die uns dann zus√§tzlich um die Ohren fliegen. So auch im Kriegsfall bei direkten oder ABC-Angriffen. Zunehmend m√ľssen wir mit weiteren, nicht weniger schlimmen Gefahren rechnen, die die Erdbebengefahr vergleichsweise harmlos erscheinen lassen: Sturmfluten an den K√ľsten, reissende Fl√ľsse die nach sintflutartigem Regen √ľber die Ufer treten. http://www.ndr.de/ fernsehen/ sendungen/ ndr_aktuell/ media/ ndraktuell4425.html http://www.netzpolitik.org/ 2011/ kontraste-leakt-akw-prufkatalog-der-bundesregierung/ [Kommentar, Video Kontraste, Paper-links] http://www.netzpolitik.org/ wp-upload/ Internes-Papier-BMU-zu-Sicherheits√Öberpr√Öfungen-AKW.pdf

M√∂glicherweise auch √ľberschwappende Seen (z.B. am 16.11.1911 gab es in Konstanz am Bodensee ein schweres Erdbeben mit Geb√§udesch√§den - da allerdings ohne Binnenseetsunami). Im Jahre 1601 kam es nachweislich im Luzerner See (CH) zu einem Binnenseetsunami. Solche Binnenseetsunamis k√∂nnen durch erdbebenbedingte Landabbr√ľche ausgel√∂st werden, dort wo sich steile Ufer befinden. http://www.es.ucsc.edu/ ~ward/ papers/ Lucerne.pdf http://earth.esa.int/ workshops/ ers97/ papers/ theilen/ Aber auch in Nord- und Ostsee kann es zu Tsunamis durch Landabbr√ľche in Fjorden oder an Steik√ľsten kommen, bei denen Wellen von zehn Meter und mehr entstehen k√∂nnen...

Schlimmstenfalls k√∂nnen erdbebenbedingt Staumauern brechen, z.B. die der Ruhrtalsperre in der Eifel. Das mag mancheR als phantastisch aus der Luft gegriffene Panikmache ansehen, aber die Geschichte lehrt uns, da√ü es scheinbar aus dem Nichts kommend entsetzliche Katastrophen gab, die nur durch den Nebel der Zeit heute in einem milderen Licht liegen oder h√§ufig ganz vergessen sind und nur ab und zu durch Indizien nachgewiesen werden. Nichts ist m√§chtiger als die Naturgewalten. Die selbstgemachte Klimakatastrophe wird uns mit Sicherheit vor Extrem-Wetterbedingungen stellen, wie sie die Welt seit Menschengedenken nicht erlebt hat - ausgelegt sind unsere Bauten daf√ľr nicht.

Einen guten √úberblick von der DEGB ( http://www.dgeb.org./ ) √ľber die tektonischen Gef√§hrdungen in Deutschland bekommt mensch hier: http://www.uni-weimar.de/ projekte/ dgeb/ files/ Erdbeben_in_Deutschland.pdf "Schadensbeben der St√§rke des Basel-Bebens von 1356 oder des Friaul-Bebens1976 k√∂nnen auch in Deutschland stattfinden. " Hier handelte es sich um Beben der St√§rke 8-9 (EMS). F√ľr den Aachener Raum wird eine 10%-√úberschreitens-Wahrscheinlichkeit der bisherigen Beben innerhalb von 50 Jahren angegeben. Dort steht zum Beispiel das "Kernforschungszentrum J√ľlich". Die Sonderregeln f√ľr den Bau von Atomkraftwerken sind unter KTA 2201 geregelt. "Die Auslegung sonstiger Industriebauten ist zur Zeit [in Deutschland] nicht verbindlich geregelt." [...] "Eine Wiederholung des Bebens von 1978 bei Albstadt w√ľrde heute bereits Kosten von ca. 0,5 Mrd. ‚ā¨verursachen. Bei einem Beben z.B. der Magnitude 6,4 mit Epizentrum nahe K√∂ln k√∂nnten die versicherten Sch√§den nach Angaben der M√ľnchener R√ľckversicherung die Gr√∂√üenordnung von 20 bis 30 Mrd. ‚ā¨ erreichen."

In einer Studie aus dem Jahre 1996 (!!) von Prof. Dr. Eckhard Grimmel vom Institut f√ľr Geographie - Universit√§t Hamburg, ist folgende Einsch√§tzung zu lesen: "Das AKW M√ľlheim-K√§rlich ist kein Einzelfall [als Risikomeiler]. Es ist repr√§sentativ f√ľr alle deutschen Atomkraftwerke. Kein einziges ist hinreichend gegen seismische Einwirkungen ausgelegt (Tab. 2). Denn im Norddeutschen Tiefland ist mit einem maximalen Magnitudenwert von M = 6 bzw. I = 8 oder 9 und in den √ľbrigen Gebieten, beson ders in der Rhein-Riftzone, von M = 6,75 bzw. I = 10 oder 11 zu rechnen (Ahorner 1989, S. 60/61)." Offenbar hat bisher solche Warnungen kein Mensch an verantwortlicher Stelle wirklich ernst genommen, egal von welcher regierenden Partei.

Bei der Erdbebenstation Bensberg im Rheinland, lassen sich interessante Daten zu deutschen Erdbeben seit 1975 einsehen. Erfaßt sind auch weitere europäische Beben, die in Bensberg registriert wurden: http://www.seismo.uni-koeln.de/ catalog/ index.htm

Soviel zur seismischen Lage in D-Land. Nach diesen Daten und Fakten liegt auf der Hand, da√ü auch hier gef√§hrliche Beben stattfinden k√∂nnen und nicht nur hinter den Alpen. Solche Beben k√∂nnen im √ľbrigen auch unterirdische Atomm√ľlllager besch√§digen und unbrauchbar machen. Auch kleine Beben k√∂nnen zu Erdbewegungen f√ľhren. Angebliche Sicherheitsbescheinungen durch sogenannte Experten haben sich mehrfach als falsch erwiesen. Die Asse, einst unter Oberverwaltung der ausgebildeten Physikerin Angela Merkel, wurde auch als sicher gepriesen und nur wenige Jahre reichten, um diese Aussagen L√ľgen zu strafen. Das "Endlager" ist v√∂llig leck und die "Sanierung" = R√§umung wird sch√§tzungsweise 3,5 Milliarden Euro kosten - auch weil illegal hochradiaktiver M√ľll dort in unzureichend gesicherten Beh√§ltnissen einfach ohne Kartografierung abgekippt wurde. Wieviel Solar- oder Windenergieanlagen lie√üen sich f√ľr 3,5 Mrd. ‚ā¨ bauen?! Nun soll auch Gorleben wieder sicher geredet werden.

Die verbrecherische Dummheit und extrem kriminelle Energie der Atomindustrie, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten Deutschland in dieses teure und gef√§hrliche Atomabenteuer gebracht hat, ist kaum zu toppen. Die atomm√ľll-schwarzgelbe Regierung hat alle Register gezogen, gegen den erkl√§rten Willen der √ľbergro√üen Mehrheit der deutschen Bev√∂lkerung zu dekretieren und zu regieren. Es geh√∂rt schon einige Chuzpe dazu, dies noch als Muster-Demokratie zu verkaufen. Den Gr√ľnen und der SPD kann mensch mindestens Schlampigkeit bei der Abfassung der Ausstiegsvertr√§ge aus der Atomtechnik vorwerfen - ohne diese Schlampigkeit w√§re keine Verl√§ngerung der Laufzeiten f√ľr AKWs m√∂glich gewesen. Aber SchwarzGelb hat das Land sehenden Auges der Atom-Mafia zum Fra√ü vorgeworfen - aus geld- und machtpolitischen Erw√§gungen. Mu√üte erst ein Fukushima passieren um die Notbremse zu ziehen? Und sicher soll bald der Zug wieder mit Atomvolldampf weiter voranrollen. Ein paar kleine Zugest√§ndnisse - ein paar der schrottigsten Meiler vom Netz, evtl. nur zeitweise - und dann wieder Atom-Business as usual. So h√§tten sie das gerne. Die Hofschranzlerin der Atom-Mafia bietet sich als super GAUleiterin an.

Nicht zu vergessen ist jedoch, da√ü SPD-altKanzler Schmidt erst die Atomkraft im wahrsten Sinne des Wortes in den 1970er Jahren vor Brokdorf, Kr√ľmel, Kalkar, Grohnde und anderswo durchgepr√ľgelt hat. Unter seiner Aegide waren bis zu 200 Atomkraftwerke in Deutschland in Planung! CDU-Kohl mu√üte nur noch weitermachen. Auch der "Genosse der Bosse", ExKanzler Schroeder profilierte sich ebenso als Handlanger der Energiemonopolkonzerne wie sein Parteigenosse aus Nordrhein-Westfalen, ExMinisterpr√§sident Clement.

Generationen von sehr begr√ľndet Demonstrierenden und Protestierenden haben jahrzehntelang im Auftrag der Politik und Energiekonzerne den Bullenkn√ľppel auf sich tanzen gesp√ľrt, sind rechtswidrig mi√ühandelt worden und haben tonnenweise Tr√§nengas schlucken m√ľssen. Wir alle haben 40 Jahre mit den Risiken des schleichenden Giftes leben, hochrisikoreiche Atomtransporte aushalten m√ľssen und z.B. hunderte Kinder sind im Bereich von AKWs an Blutkrebs erkrankt und teils nach irrsinnigen Leiden gestorben. ZigMilliarden Steuergelder sind f√ľr die F√∂rderung der Atomenergie und ihren Schutz verschleudert worden (ob wir jemals eine Endabrechnung sehen?), die heute zur Energiewende fehlen, einer Wende, die schon vor mindestens 25 Jahren h√§tte stattfinden m√ľssen und k√∂nnen. W√§re all dieses Geld und all dieser Aufwand in die Entwicklung und Installation nachhaltiger √Ėko-Energie gesteckt worden, m√ľssten wir uns heute √ľber NICHTS Sorgen machen (es sei denn um unsere dummen Nachbarn und m√∂glichen fallout von weit her). Statt dessen stecken wir bis zum Hals in der strahlenden Schei√üe. Danke Politik! Danke Wirtschaft!

Vielleicht hat man in den ersten Jahren des AKW-Baus auch bei den st√§ndigen oberirdischen Atombombenexplosionen (ca. 1200 A.-Tests) und ihrem zwangsl√§ufigen weltweiten fallout gedacht, da√ü es eh egal ist, ob noch ein wenig Radioaktivit√§t von Atomkraftwerken dazu kommt. Auch der Wissensstand war noch naiv und d√ľrftig. Viele Verantwortliche glaubten wirklich an saubere Energie aus AKWs. Aber schon 1970 fertigte der US-Professors f√ľr Radiologie Ernest J. Sternglass (*1923 in Berlin), bis dahin Atomkraftbef√ľrworter, mit seinen Student_inn_en eine Studie an, die auf die immensen Risiken der radioaktiven Niedrigstrahlung hinwies. Er und seine wissenschaftlichen Unterst√ľtzer wurden darauf hin nachhaltig ge√§chtet, denn er hielt den Atomkraftwerksbetreibern aufgrund stichhaltiger wissenschaftlicher Beweise vor, sie seien "Babykiller". Zudem hatte Sternglass erkennen m√ľssen, da√ü die vorwiegende Motivation f√ľr den Bau von Atomkraftwerken und -anlagen die milit√§rische Nutzung ist. http://de.wikipedia.org/ wiki/ Ernest_J._Sternglass http://www.ratical.com/ radiation/ inetSeries/ nwEJS.html

Alleine in Europa sind heute 195 Atomfabriken am Netz und 19 weitere im Bau. Geplant sind noch mehr. Eine der Optionen mit der diese Giftk√ľchen betrieben werden ist MOX, Brennelemente, die Plutonium, das schlimmste auf diesem Planeten k√ľnstlich erzeugte Gift, enthalten. Zig Tonnen davon lagern im russischen Majak (Tscheljabinsk, S√ľd-Ural), einem seit 1957 v√∂llig verseuchten Gebiet, in dem sich die erste riesige, lange vertuschte Atomm√ľllkatastrophe ereignete. Damals wurden 23.000 Quadratkilometer auf Jahrtausende verseucht und teils unbewohnbar. Erst 1989 wurde der Unfall von der SU offiziell zugegeben. Atomm√ľll wurde dort einfach in die Landschaft verklappt, Menschen als Versuchskarnickel mi√übraucht. Das Gebiet ist ein Albtraum, aber ganz nach dem Geschmack der Atomindustrie, die dort weiter lagert und produziert, auch im Auftrag des Westens. Die USA lagern dort sogar (nichtwaffenf√§higes) Plutonium das zur Aufarbeitung in MOX-Brennst√§ben bestimmt ist... http://de.wikipedia.org/ wiki/ Kyschtym-Unfall http://vimeo.com/ 17432730 [Video "Verseuchtes Land"] Und dennoch sollen weitere neue Katastrophenreaktoren in aller Welt gebaut werden - alleine in den USA 33 unter unserem "Helden" Obama. Nicht nur das ZK der VR China setzt verblendet auf die Desastertechnologie.

Seit die Energiekonzerne durch Inbesitznahme der kommunalen Energieversorgung von Kommune und Staat eine Lizenz zum Gelddrucken erhalten haben -denn Strom wird immer gebraucht- sind sie zu Machtdinosauriern ausgewachsen, die alles unter sich platttrampeln was ihnen in den Weg kommt, Machtkonglomerate die Politik, Medien und Wissenschaft dreist manipulieren. Die einzige M√∂glichkeit ihnen beizukommen ist, ihnen ohne Wenn und Aber die Energieerzeugung zu entziehen, diese umweltfreundlich zu dezentralisieren und die Konzerne entsch√§digungslos zu enteignen. Mit dem wiedergewonnenen Geld kann versucht werden, die Sch√§den einer r√ľcksichtslosen Ausbeutungswirtschaft zu sanieren und endlich den Konzernen die politische Macht zu entrei√üen, die sie durch ihre zusammengerafften Milliarden darstellen. Nur so ist eine neue und freie Entwicklung gesellschaftlichen Lebens denkbar.

Scheinbar "√∂kologische" Megaprojekte wie DESERTEC sind ebenso unn√∂tig wie sch√§dlich, egal wie √∂ko sie sich geben. Sie halten uns weiter in Abh√§ngigkeit von Staaten und Konzernen. Wir brauchen keine ultrateuren Fernleitungen zu Solarkraftwerken in den afrikanischen W√ľsten, um Strom f√ľr Europa zu erzeugen (geplant nur ca. 15%). Das europ√§ische Festland und seine vorgelagerten K√ľsten bieten gen√ľgend M√∂glichkeiten zur fl√§chendeckenden eigenen Energieversorgung nach dem Baukastenprinzip (Energiemix). Sinnvoller w√§re dann schon eine Verlagerung energieintensiver Industrien nach Afrika, hin zu dort solar erzeugtem Strom, um den Menschen vor Ort faire Arbeitsm√∂glichkeiten und einen √∂kologischen Wohlstand zu bieten, von dem alle in der Welt ihren Nutzen h√§tten. Das w√ľrde dann auch die uns√§gliche "Festung Europa" endlich √ľberfl√ľssig machen. http://de.wikipedia.org/ wiki/ Desertec

Vor allem aber m√ľssen die V√∂lker der Welt davon √ľberzeugt werden, den anhaltenden atomaren Wahnsinn umgehend zu beenden und alle Atomkraftwerke schnellstm√∂glich stillzulegen. Schon der vorhandene strahlende M√ľll wird der Menschheit auf Jahrzehntausende genug Probleme bereiten. Weiterer darf nicht mehr angeh√§uft weden! Genug!! Es mu√ü nach mehr als einem halben Jahrhundert schwerwiegender Irrt√ľmer, Fehler und unglaublicher Skupellosigkeit im Umgang mit Natur und Menschen endlich die Vernunft obsiegen! Die Katastrophe von Japan mu√ü der Anfang vom schnellstm√∂glichen Ende des Atomwahnsinns werden. Der Preis den wir, und vor allem die japanischen Menschen daf√ľr zahlen werden, ist ohnehin schon viel zu hoch. Und das meine ich nicht einfach finanziell.

Wir haben die verdammte Pflicht gegen√ľber allen Opfern der Atom-Politik weltweit und gegen√ľber allen kommenden Generationen, JETZT einen Schu√üstrich zu ziehen - wenigstens dort wo wir das beeinflussen k√∂nnen. Wenn wir das nicht tun, haben wir unser Recht auf diesen Planeten verwirkt. "Wir brauchen eine Anti-Atom-Revolution" (GWR)

R@lf G. Landmesser f√ľr LPA Berlin

Keine Eintagsfliege: http://www.graswurzel.net/ 349/ atom.shtml

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