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Die Risiken der "Arabellion" ???
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Europäische Sicherheit & Technik“ Nr. 8/2012 finden sich im Leitartikel unter der Überschrift „Die Risiken der Arabellion“ interessante Zitate:

„… Das Risiko dass aus dem syrischen Bürgerkrieg eine neue Lage resultiert, die ganz und gar nicht westlichen Vorstellungen entspricht, ist jedoch hoch. Mit dem Abtreten des Assad-Regimes und der syrischen Baath-Partei scheitert in der arabischen Welt auch der letzte verbliebene Versuch einer säkular legitimierten Ordnung kläglich. Die durch eine besonders rigide Staatsgewalt bislang in Schach gehaltenen religiösen und ethnischen Antagonismen, die in diesem Land besonders vielfältig zutage treten, sind im Begriff, freigesetzt zu werden. Opfer drohen vor allem jene Minderheiten zu werden, die als Stütze des bisherigen Regimes galten: Alawiten, Christen, aber auch der Frömmelei abholde Sunniten, die den westlichen Lebensstil nachahmten …“

„… Syrien dürfte somit das nächste Beispiel dafür abgeben, dass die sogenannte „Arabellion“ zu Ergebnissen führt, die Amerikaner und Europäer mit Sorgen erfüllen müssen. In den drei maghrebinischen Staaten, in denen sie bislang erfolgreich war, gibt es zwar durchaus Hoffnungsschimmer …. Mit den Muslimbrüdern haben sich zwar Kräfte durchgesetzt, die angeblich gemäßigt sein sollen. Ihnen sitzen jedoch salafistische Ultras mit großem Anhang und saudischer Unterstützung im Nacken …“

„… In Libyen wiederum haben säkulare Kandidaten und Bündnisse zwar einen Achtungserfolg erzielt … Ein staatliches Gewaltmonopol ist nicht in Sicht, unverändert ist eine Vielzahl schwer bewaffneter Milizen zu verzeichnen. Manche von ihnen sind in kriminelle Machenschaften verwickelt …“

„… Die „Arabellion“ droht sich in ihrem Fortschreiten gegen jene zu wenden, die sie als Vertreter einer gegenüber dem Westen aufgeschlossenen „Zivilgesellschaft“ mit auslösten …“

Nun, Herr Boßdorf, der Autor dieses Kommentars, ist nicht so dumm, daß er nicht weiß, daß wahhabitische/salafistische Extremisten seit Jahrzehnten von imperialistischen Strategen benutzt werden, Stichwort: „Hillary Clinton : We created Al-Qaeda“.

Vielleicht sickert die Wahrheit aber so sehr durch, daß man sie nicht ganz umgehen darf. Die kalkulierten „Nebenerscheinungen“ der imperialistischen Strategien werden als Probleme dargestellt, die von außen kommen und natürlich unbeabsichtigt sind.

Worum es unmißverständlich geht, macht Herr Boßdorf hingegen ziemlich am Anfang des Kommentars klar:
„Die Medienberichte mögen zwar kein zuverlässiges Lagebild zeichnen. Gleichwohl mehren sich die Anzeichen dafür, dass die Tage des Assad-Regimes in Syrien gezählt sei dürften. Ein zentrales strategisches Ziel der USA und ihrer Verbündeten ist damit zum Greifen nahe.

UNTER SEINER DERZEITIGEN FÜHRUNG LIEß SICH SYRIEN NICHT AUS SEINER IN VIELERLEI HINSICHT PARADOXEN ALLIANZ MIT DEM IRAN HERAUSBRECHEN.(Hervorhebung von uns)

Ein Regimewechsel verspricht, dass auch der Schulterschluss zwischen Teheran und Damaskus ein Ende haben wird ….“

Nun, denn, mit dem Paradoxon irrt Herr Boßdorf gewaltig.
Zum einen, nur gemeinsam können sich die Länder gegen die imperialistischen Hegemonialansprüche wehren. Das haben nicht wenige Länder in Süd- und Mittelamerika aber eben auch Syrien und der Iran erkannt.

Zum anderen, Schiiten, die Mehrheit im Iran, können durchaus offen für säkulare Gesellschaftsmodelle sein, wie sich z.B. deutlich im Libanon zur Zeit des Aufkommens der AMAL-Bewegung in den siebziger Jahren gezeigt hat.
Die Front ist immer zwischen Unterdrückern und den Unterdrückten. Seien es ganze Länder und Gesellschaften, seien es Klassen. Weltanschauungen spielen dabei eine Rolle wenn sie z.B. wie der Wahhabismus oder der radikale Protestantismus ganz offen zur Herrschaftssicherung und Herrschaftslegitmation verwendet werden.

Die Chance von Syrien ist das tolerante Nebeneinander der Weltanschauungen. Dieses Nebeneinander verträgt sich übrigens viel besser trotz aller Unterschiede mit dem System im Iran, wo religiöse Minderheiten wenigstens garantierte Rechte haben und entsprechend ihren Bevölkerungsanteil z.B. eigene Sitze im Parlament haben als mit dem Wahhabismus saudischer Prägung, der die ideologische Grundlage z.B. für Al-Qaeda ist.

Die Chance von Syrien ist eine weltweite antiimperialistische Front. Und letztendlich ist dafür wiederum die einzige Chance die Bekämpfung des Kapitalismus hier.

(aus AnaRKomM)

Artikel hier erfasst: 07.08.2012

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