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| Die Rückkehr der Assassinen |
| Im Jahre 1090 unserer Zeitrechnung soll Hasan Sabbah mit seinen Nisaris, einer Splittergruppe der ismailitischen Schiiten, in der Gegend des nördlichen Iran, Syrien und Libanon einen Geheimbund gegründet haben, der seine politischen Ziele mit dem Mord von militärischen, politischen oder religiösen Gegnern zu erreichen suchte.
Dieser Bund der Assassinen (eigentlich arabisch Haschischraucher") wurde so berühmt berüchtigt, dass er selbst im westlichen Europa wegen seiner unglaublichen Attentate zur Legende wurde und die Sprache prägte: assassin (frz.), assassini (ital.), asesino (span.) - Mörder. Hasan Sabbah soll seinen Assassinen mittels Drogen vorgegaukelt haben, dass er sie ins Paradies führen könne und so waren sie ihm blind ergeben bis in den Tod und seine Macht wuchs unermesslich.
Heute, am schwarzen 11. September 2001 kamen Tod, Verwüstung und Terror in den Inbegriff der westlichen Metropole: New York, die wie keine andere für den modern way of life steht. Das Symbol dieser symbolischen Stadt, das 400 Meter hohe World Trade Center mit seinen himmelstrebenden Towers in denen 50.000 Menschen arbeiteten wurde in einer beispiellosen Terroraktion vernichtet. Nichts erinnert so an den Zusammensturz des in Hochmut erbauten Turms zu Babylon wie dieses Ereignis. "Babylon is fallin ." Den Katastrophenfilm dazu gabs als self fulfilling prophecy schon vorher.
Auch das Pentagon, die Zentrale militärischer Macht, das Symbol US-amerikanischer militärischer überlegenheit wurde schwer getroffen - nicht von Bomben, nicht von Cruise Missiles sondern von einer vollbesetzten Zivilmaschine auf Inlandsflug. Über dem Capitol Hill, dem Symbol staatlicher Allmacht und der Weltherrschaftsnachfolge des Römischen Imperiums stehen die Rauchwolken. Auch hier hat der mysteriöse Feind zugeschlagen, gnadenlos und präzise. Seit heute ist der Traum von der Unangreifbarkeit der Supermacht USA ausgeträumt: kein Superheld hat in einer Mission Impossible den Angriff verhindern können, kein Top Gun hat die tödlichen Zivilwaffen vom Himmel holen können, bevor sie einschlugen. Ein simpler Plan mit einer simplen Logistik hat den Leader mittschiffs getroffen. Der Krieg der Sterne findet am Boden statt.
Natürlich hören wir gebetsmühlenhaft die PolitikerInnenverlautbarungen und hören wir die schockierten Distanzierungen potentieller Feindstaaten der USA die die ersten Opfer einer neurotisch Schläge austeilenden Superarmee unter Electric-Chair-Bush werden könnten. Aber hinter all den verstörten und beteuernden Figuren der Weltgeschichte hält die Welt den Atem an. Was wird nun geschehen? Bricht nun das fragile Gleichgewicht destabilisierter Weltregionen vollends zusammen? Wird das New Yorker Desaster zum Menetekel einer Welt am Abgund? Nichts wird sein wie vorher und auf der Tagesordnung wird die Vergeltung eines vom eigenen Blutgeruch rasend gewordenen Staatsmonsters stehen, das fürwahr schon genug Unheil angerichtet hat. Nun da die Saat, die es hundert Jahre lang ausstreute zu ihm zurück ins Wohnzimmer geflogen kommt wie die sieben Plagen, heult es auf, als sei es das Opfer und nicht die Millionen, die es um Land, Leib und Leben gebracht hat und immer noch bringt.
Auch die armen unschuldigen Opfer dieser fürchterlichen Anschlagsserie aus dem Dunkeln gehen letztendlich auf das Konto des Amerikanischen Imperiums, das nichts unversucht liess und lässt zum eigenen Nutz und Frommen fremde Völker (und das eigene Volk) unter seiner Tatze zu halten und ihnen den Lebensnerv für Macht und Luxusleben einer kleinen prosperierenden Klasse von Superreichen abzupressen.
Spekuliert wird über den Urheber des Angriffs. Immer wieder fällt der Name Bin Ladin - ist er "der verborgene Imam" der neün Assassinen? Zuzutrauen wäre es ihm. Ein Staat als eigentlicher Urheber dieser Aktion fällt aus, müsste er doch damit rechnen von der militärischen Supermacht USA ausradiert zu werden. So kommt eigentlich nur eine kleine Gruppe Fanatiker(Innen?) in Frage, eine Sekte, ein Geheimbund, eine klandestine Organisation, die verrückt und hermetisch geschlossen genug ist, eine solch konzertierte Aktion an verschiedenen Stellen des Landes gleichzeitig durchzuführen, ohne dass etwas nach aussen dringt. Die Handschrift der Selbstmordattentäter ist in der Regel die von arabischen FanatikerInnen, denen nach erfolgtem selbstmörderischen Angriff der sofortige Aufstieg in den Siebten Himmel des Islam versprochen wird, an den sie vorbehaltslos glauben. Für sie ist der Tod einfach ein wundertätiges Martyrium. Auch der Tag, der 11. September spricht dafür. Aber nicht zwangsläufig muss der verteufelte "Schejtan" (Satan) Bin Ladin Anführer einer solchen Gruppe sein. Arabische Menschen, die das US- Imperium bis auf den Tod zu hassen Grund genug haben, gibt es übergenug. Es ist auch nicht überflüssig an den Angriff aus dem eigenen Land zu denken: durchgedrehte Amis gibts zu Hauf, die zu Tausenden beispielsweise in paramilitärischen Milizen zum Teil rechter und rechtsradikaler Orientierung organisiert sind. Wozu solche Leute fähig sind war vor einigen Jahren in Oklahoma City zu begutachten. Ja sogar Kinder(gruppen) begehen ja bekanntlich in schöner Regelmässigkeit Massaker im "freiesten Land der Welt". Wenn der Angriff aus dem eigenen Lande gekommen wäre (weisse Amerikaner hätten den leichtesten Zugang zu allen nötigen Informationen und den Flugzeugen), womöglich von einer neofaschistischen Gruppierung - was würde das für das US-amerikanische Selbstbewusstsein neürlich bedeuten?!
Aber auch Sekten kämen in Frage, man denke an die (zunächst staatlich geförderte) japanische AUM-Sekte, deren Giftgasanschläge in der Tokioer U-Bahn vor ein paar Jahren nur der Auftakt zu einem Generalangriff auf Staat und Gesellschaft sein sollten. Wirre Leute aller Art finden sich ebenfalls en masse im Lande der seltsamen Psychosekten und Endzeitkirchen, den Vereinigten Staaten von AmeriKKKa.
Wer auch immer zugeschlagen hat: die Folgen werden immens sein. über sie zu spekulieren reicht meine Phantasie nicht aus. Stehen wir am Rande eines neün Weltkriegs, ausgelöst von ein paar Irren und einem jede Massstäbe verlierenden Staat, einer kollektiv austillenden Supermacht? Dass die USA- Herrschenden nun in sich gehen, ist nicht zu erwarten. Mit jeder Faser ihres steinernen Herzens werden sie nach Rache schreien und diese Rache wird blind sein. Blind gegen diejenigen die sich trifft und blind für die Folgen. Nur eine vage Hoffnung bleibt - dass diese Einschätzung ein Irrtum sei.
R@lf G. Landmesser [LPA]
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Artikel hier erfasst: 11.09.2001
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| Kommentare |
| 15.02.2003 dieter: heil diskordia |
| die illuminaten waren das!!! |
| 28.07.2004 Necrodamos: lol |
Ja, habe das Buch Illuminatie auch gelesen udn war fasziniert. Aber falls es solche Dinge gäbe, wen kümmer es?
Aber stellt euch mal vor, ihr könntet etwas auf die beine stellen, das anchhaltig die Welt verändern würde. Wwas würdet ihr ändern? Vieles. Was würde besser werden? Garnichts! Weil die anderen dann auch etwas ändern wollen :)
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| 07.08.2006 soilent michi: was jetzt? |
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| 30.11.2006 oskar: alex |
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