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(de) GB, London: Antiautoritäre Juden gegen Zionismus (en)

A - I N F O S N E W S S E R V I C E http://www.ainfos.ca/ http://ainfos.ca/ index24.html

> From svejk <anterotesis@yahoo.co.uk> Date Mon, 19 May 2003; Übersetzung von Uli. Hier ein Flugi, das einige Genossen und ich als "Juden gegen Zionismus" geschrieben und auf verschiedenen Demos in London verteilt haben. Wir hatten auch ein Transpi: "Juden gegen Zionismus und alle Staaten." Wir haben gespürt, daß es nötig ist, die Gleichsetzung von jüdischer Identität und Zionismus anzugreifen und Volkszugehörigkeit mit dem Nationalstaat. Wir stellen das hier ins Netz um zu sagen, ja, einige von uns haben daran gearbeitet, diese Nuß zu knacken. Die Nuß ist allerdings noch ganz. John

> Juden gegen Zionismus

Der Zionismus nimmt für sich in Anspruch, für alle Juden zu sprechen, weil er uns zum Schweigen bringen will. Der Zionismus erklärt Palästina zur Heimat, weil er uns entwurzeln will. Der Zionismus stellt sich als einzige mögliche Verteidigung gegen einen neuen Holocaust dar, weil er uns beherrschen will.

[...]

Als Juden sind wir angeblich verpflichtet, einen permanenten Kriegszustand zu unterstützen und ein lächerliches "Rückkehrrecht" in ein Land zu beanspruchen, das die meisten von uns noch nie gesehen haben. Aber als Nachkommen der Ermordeten des Völkermords der Nazis und zahlloser Pogrome (und als Menschen, die vor ein paar Jahrzehnten noch für ihr Judentum und ähnliche "Verbrechen" ermordet worden wären) lehnen wir den Zionismus mit allen seinen Folgen ab.

Zionismus ist die absehbare Folge des weltweiten Nationalismus, Kolonialismus und Etatismus. Entstanden zu einer Zeit, als die Welt aufgeteilt wurde und das europäische System der Nationalstaaten sich konsolidierte, ist der Zionismus der Komplize der westlichen Macht und eine Geißel der Palästinenser. Die zionistische Allianz mit Macht und Tyrannei macht ihn nicht zum Schutzengel der Juden. Er hat immer mit Rassisten und Mördern kollaboriert, um seine Kolonisierung Palästinas voranzubringen.

Stattdessen unterstützen wir diejenigen, die "ihre eigenen" Regierungen und Führer stürzen wollen. Wir unterstützen Kämpfe mit dem Potential, Staat und Kapitalismus zu untergraben. Die über 300 israelischen Soldaten, die den Kampf verweigern, Palästinenser, die im Geist der ersten Intifada Widerstand leisten (nämlich "graswurzelmäßig"), die internationalen Aktivisten, die ihre eigenen und die palästinen- sischen Kämpfe verbinden, sind positive Entwicklungen, während außerhalb des Nahen Ostens, von Argentinien bis Genua, von Woomera bis Campsfield, eine neue Welt nach Ausdrucksformen sucht.

Zionismus gegen Juden Der Zionismus hat die Juden nicht vor dem Holocaust "gerettet". Das war auch nie sein Anliegen. "Wenn ich wüßte, daß es möglich wäre, alle Kinder in Deutschland zu retten, indem man sie nach England brächte, und nur die Hälfte von ihnen, indem man sie nach Erez Israel brächte, dann wähle ich die zweite Alternative", sagte Ben Gurion (der erster israelischer Premierminister wurde) 1938. Er erkannte, daß Rettung das Ende des Zionismus gewesen wäre. "Wenn unsere Brüder in Amerika die Wahl zwischen der physischen Rettung der europäischen Juden und dem Zionismus haben, werden sie das erstere wählen, und das wäre das Ende unserer Bewegung."

Die Kolonisation Palästinas war das Haupt- und Endziel, sogar auf Kosten jüdischen Lebens.

Daran änderte sich auch nichts, als die Juden vernichtet wurden. Die Stern-Bande suchte eine "anti-imperialistische" Allianz mit den Nazis, da "gemeinsame Interessen bestehen könnten zwischen der Errichtung einer neuen Ordnung in Europa entsprechend dem deutschen Konzept, und den wahren [sprich: zionistischen] nationalen Bestrebungen des jüdischen Volkes." Mit einem Kuhhandel wurden 600 ausgewählte Budapester Juden auf Kosten von 800.000 anderen gerettet: Mitglieder zionistischer Jugendorganisationen, das "beste biologische Material", wie der Nazi Eichmann es nannte, wurden gerettet, und als Gegenleistung gab's "Ruhe und Ordnung" in den Lagern.

Der Zionismus hat sich nie bemüht, dem Antisemitismus Widerstand zu leisten, sondern sich damit zu arrangieren. Selbst mitten im Völkermord an den Juden stellte er das koloniale Projekt vor die Massen der jüdischen Menschen.

Die Gründer des Zionismus lehnten die Möglichkeit ab, den Antisemitismus durch Massenbewegungen und soziale Revolution zu überwinden. Moses Hess, Theodor Herzl und Chaim Weizmann wählten die Seite der Staatsgewalt, Klassenherrschaft und Ausbeutung. Sie hatten durchaus begriffen, daß die Förderung des Antisemitismus und die Verfolgung der Juden das Werk genau der herrschenden Klasse waren, deren Gunst sie suchten.

Im Bemühen um die Unterstützung der Antisemiten selbst zeigten sie einige Motive auf: den Machtkult, mit dem sie Stärke assoziierten; die Illusion, jüdische "Schwäche" und Verwundbarkeit sowie den Status des ewigen Außenseiters zu beenden.

Von diesem Bewußtsein war es nur ein kleiner Schritt zur Übernahme der Werte und Ideen der Judenhasser selbst. Die Juden, schrieben die Zionisten, waren tatsächlich ein undiszipliniertes, subversives, dissidentes Volk, das die Verachtung, der es ausgesetzt war, verdient hatte. Schamlos bedienten sich die Zionisten bei rassistischen Judenhassern; ihre Literatur ist voll von den giftigsten Stereotypen. Das arbeitete dem antisemitischen Wunsch in die Arme, eine Gruppe von Leuten loszuwerden, die lange durch Verfolgung radikalisiert wurden und die Reihen vieler revolutionärer Bewegungen verstärkten.

Der Rassismus und die Unterdrückung durch den israelischen Staat ist nicht ungewöhnlich. Der historische Betrug des Zionismus ist nicht einzigartig. Sie sind allen Formen des Nationalismus gemeinsam. Unser Antizionismus basiert auf dem Widerstand gegen alle Staaten, alle Grenzen und Nationen; gegen alle Herrscher und Ausbeuter der Welt.

Für eine globale Intifada und das Ende aller Grenzen!

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21.05.2003

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